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In der Burgmauer klafft eine große Wunde

Coppenbrügge (sto). Eine große „Wunde“ klafft in der sechs Meter hohen Mauer neben dem im Innenhof gelegenen Eingangsbogen zur Burg Coppenbrügge. Mittendrin steht ein Baugerüst. Manche Besucher der Burganlage und des dazugehörenden Museums wundern sich über die Baustelle, die seit einer guten Woche den sonst so idyllischen Ort stört. Spekulationen werden angestellt – wird vielleicht nach Relikten aus der Vergangenheit gesucht? Oder ist die Mauer eingestürzt? „Die Mauer wird saniert“, lüftet der Leiter des Coppenbrügger Bauamts das Geheimnis.

veröffentlicht am 28.06.2009 um 17:48 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 03:21 Uhr

Burgmauer
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Coppenbrügge (sto). Eine große „Wunde“ klafft in der sechs Meter hohen Mauer neben dem im Innenhof gelegenen Eingangsbogen zur Burg Coppenbrügge. Mittendrin steht ein Baugerüst. Manche Besucher der Burganlage und des dazugehörenden Museums wundern sich über die Baustelle, die seit einer guten Woche den sonst so idyllischen Ort stört. Spekulationen werden angestellt – wird vielleicht nach Relikten aus der Vergangenheit gesucht? Oder ist die Mauer eingestürzt? „Die Mauer wird saniert“, lüftet der Leiter des Coppenbrügger Bauamts das Geheimnis.
Große Natursteine
hatten sich gelöst

 Grund der Sanierungsarbeiten ist tatsächlich ein Einsturz gewesen. Die Mauer sei dabei jedoch nicht vollständig in sich zusammengebrochen. Lediglich in einem seitlichen Teilbereich hatten sich im März einige der großen Natursteine gelöst und waren in den Innenhof gefallen. „Zwei Mülltonnen wurden verschüttet“, erinnert sich Hubert Stumpe, der Vorsitzende des Museumsvereins Coppenbrügge. Der Burgwall blieb aber unversehrt. Um die Sicherheit weiterhin zu gewährleisten, wurde die Stelle umgehend abgesperrt.
 Zur Durchführung der erforderlichen Bauarbeiten musste die Mauer in dem abgebröckelten Bereich vor einigen Tagen komplett zum Einsturz gebracht werden. Es entstand ein großer Riss, der an einen Kratereinschlag erinnerte.
 „Das musste aber sein, denn die Arbeiten müssen logischerweise von unten nach oben durchgeführt werden. Ohne Fundament geht es nicht“, erklärt der Bauamtsleiter. Das Fundament ist bereits in Form einer stabilen Betonierung mit Stahlbewährung gegossen. Die heruntergefallenen Natursteine werden, laut Vorgabe der Denkmalschutzbehörde, wieder verwendet, so dass die Mauer bald wieder aussehen wird wie vor dem „Einsturz“.
 Mit der Fertigstellung rechnet Fuhrmann Mitte nächster Woche, „vorausge-setzt, es regnet nicht ständig, denn bei nassem Wetter haben wir Probleme mit den Mörtelarbeiten“, sagt er.
 In der Feuchtigkeit, die sich im Laufe der Jahre angesammelt hat, sieht der Bauamtsleiter auch einen der Übeltäter für den Einsturz. „Ebenfalls dazu beigetragen haben könnte der strenge Winter“, mutmaßt Fuhrmann. Am Wurzelwerk der auf dem Burgwall stehenden Bäume habe es in diesem Fall nicht gelegen, denn bei den Baggerarbeiten seien keine Wurzeln gefunden worden.
Sanierung
kostet 15 000 Euro

 Immer mal wieder seien Sanierungsarbeiten an der Mauer erforderlich. Die letzten seien jedoch an einer anderen Stelle, in den 80er-Jahren durchgeführt worden. Für die jüngsten Sanierungsarbeiten musste die Gemeinde als Eigentümerin eine Baugenehmigung beantragen. „Deshalb konnten wir nicht sofort nach dem Einsturz mit den Arbeiten beginnen“, erläutert Fuhrmann.  An der Sanierung beteiligt sind das Ingenieurbüro Schlesinger aus Hohnsen, die Firma Weser-Hochbau aus Coppenbrügge und der Betriebshof der Gemeinde. „Die Kosten werden sich auf etwa 15 000 Euro belaufen“, schätzt der Bauamtsleiter.

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