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KGS feiert Young Americans

Impfung für das Selbstbewusstsein

SALZHEMMENDORF. Zum Ende des einzigartigen Events warb der Europamanager der Young Americans, Michael Helb, nochmal für die junge Tänzer- und Sangesgruppe. Bei Bedarf sind Workshops auch mit Referendaren, Flüchtlingen, jungen Strafgefangenen oder sonstigen Gruppen möglich. Einen Workshop gab es jetzt auch in Salzhemmendorf.

veröffentlicht am 29.09.2017 um 13:42 Uhr
aktualisiert am 30.09.2017 um 19:32 Uhr

Mit Hilfe der Young Americans tanzten alle Schüler. Foto: gök
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Autor

Christian Göke Reporter
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Die Young Americans machen keine Werbung, sondern leben seit 1962 nur von Mund-zu-Mund-Propaganda, das aber international sehr erfolgreich. Über 20 Shows finden diesen Herbst während der Europa-Tournee statt, wobei nun auch ein dreitägiger Stopp in Salzhemmendorf eingelegt wurde. Der Workshop in Salzhemmendorf stellte nun ein Novum auf dieser Tour der Multi-Kulti-Truppe da, da die Teilnehmer gleich zwei Shows hintereinander auf die Beine stellten und die Eltern in der KGS-Sporthalle begeisterten.

Insgesamt 280 Schüler der KGS nahmen am Auftritt in der Sporthalle teil, wo das Programm dann zweimal hintereinander aufgeführt wurde, um möglichst allen Interessierten die Gelegenheit zum Zuschauen zu geben. „Wir sind voll ausgelastet, alleine am Dienstag kamen noch 60 Nachmeldungen bei den Schülern hinzu. Mehr ist dann auch nicht mehr möglich. Wir mussten an der Schule auch keine Werbung machen, über den Flurfunk verbreitete sich das alles rasend schnell und die Schüler waren sofort Feuer und Flamme“, so die Lehrerin Anina Meyer vom Organisationsteam.

Zusammen mit Henriette Heinrich und Mark Giesemann hatte sie die Hauptlast bei der Organisation getragen und so manche schlaflose Nacht vorher erlebt. Über acht Monate wurde der Workshop intensiv vorbereitet, wo unter anderem auch Gasteltern für die Unterkunft der 43 jungen Tänzer und Sänger organisiert wurden. Anders als der Name vermuten lässt, stammen die Teilnehmer nicht nur aus den USA. So waren neben Amerikanern auch Schweden, Engländer, Schotten, Neuseeländer, eine Japanerin oder Deutsche dabei, die trotzdem mit amerikanischer Leichtigkeit und einem besonderen Spirit die jungen Schüler motivierten. Viele der Schüler wurden motiviert, plötzlich in den Vordergrund zu treten. Ian Semrau etwa motivierte zig Schüler, mit ihm „Manamana“ anzustimmen. Auch andere sangen zwischendurch solo und holten sich dann in den zwei Shows den Applaus der voll besetzten Tribüne ab.

Gleich zweimal war die KGS-Halle voll besetzt. Foto: gök
  • Gleich zweimal war die KGS-Halle voll besetzt. Foto: gök

Während der gesamten Workshopzeit erlebten die Teilnehmer von innen heraus den unvergleichlichen Spirit und die extrem dynamische Ausstrahlung der jungen Lehrer, wobei ein einzigartiges Gefühl von Gemeinsamkeit, Miteinander und gegenseitigem Respekt und Freundschaft entstand. Es war egal, ob ältere mit jüngeren Schülern zusammenarbeiten – die Musik und der Tanz standen im Vordergrund. Alte Muster und Vorurteile wurden auch beim vierten Auftritt der Young Americans in Salzhemmendorf aufgebrochen und neue Weitsicht bei den Schülern erlangt. Viele Schüler äußerten gegenüber den Lehrern, dass sie schon nach dem ersten Tag Training völlig kaputt waren und Muskeln merkten, die sie vorher noch nie gespürt hatten.

Nach den drei Tagen harter Arbeit durften die Zuschauer viele bekannte Songs von John Lennon, aus Grease, König der Löwen oder zu Beginn noch Macklemore & Ryan Lewis hören, wo mit „Can’t hold us“ der Name gleich Programm war. Wie bei allen Workshops der Young Americans gab es dann als Zugabe auf Deutsch gemeinsam mit den Schülern im Chor noch „Kein Schöner Land“, was die Zuschauer schließlich mit Standing Ovations belohnten. Trotz der vielen Arbeit hat Anina Meyer schon signalisiert, dass die Young Americans vor den Herbstferien 2019 auch zur fünften Auflage wieder nach Salzhemmendorf zurückkehren und den gewissen Spirit in die KGS bringen.

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