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Gerüchte über Gebühren-Verdopplung lässt Coppenbrügger Ratsmitglieder drastische Schritte diskutieren

Im Zweifel gegen die Volkshochschule

Coppenbrügge/Hameln-Pyrmont. Konkrete Pläne lägen bislang zwar nicht vor, „es steht aber im Raum, dass diese Erhöhungen kommen können“, berichtet der Fraktionsvorsitzende der Mehrheitsgruppe aus Christ- und Freidemokraten im Gemeinderat Coppenbrügge, Thorsten Kellner (CDU). Hierfür habe er „seine Quellen“ – und bereits einen kleinen „Kampfplan“ in der Hinterhand. Die Rede ist von den Beiträgen, die der Flecken für seine Mitgliedschaft im Zweckverband Volkshochschule Hameln-Pyrmont (VHS) zahlt. 70 Cent pro Einwohner fließen derzeit jährlich an die Erwachsenen- und Weiterbildungsstätte, 5400 Euro Gesamt-Beitrag für das Jahr 2013.

veröffentlicht am 15.03.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 16:37 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Gerüchten zufolge, deren Urheber Kellner der Dewezet gegenüber nicht nennen möchte, soll dieser Satz nun angehoben werden – und zwar kräftig. In der Ratssitzung am Mittwoch vergangener Woche fiel sogar das Schlagwort der „Verdoppelung“ – und quer durch die Parteien herrschte Konsens, dass man eine weitere Förderung der VHS unter diesen Umständen überdenken müsse.

Angesichts der großen finanziellen Belastung durch den Kita-Ausbau und vor dem Hintergrund des angestrebten Schuldenabbaus müsse der Rat einige Ausgaben auf den Prüfstand stellen, erklärt Kellner. In Coppenbrügge denkt man deshalb bereits jetzt darüber nach, die Mitgliedschaft im Falle eines Falles zu kündigen und einen Teil des VHS-Kursangebotes in Eigenregie weiterzuführen. „Einige Kurse könnten wir sicherlich auch hier in der Gemeinde anbieten, Schwimm-Kurse beispielsweise in unserem Schwimmbad“, fasst der Christdemokrat die Überlegungen der Ratsmitglieder zusammen.

Dabei ist eine Gebührenerhöhung offiziell gar nicht vorgesehen, berichten Bodo Müller-Thielicke, der seit gut zwei Wochen neuer Direktor des Zweckverbands ist, und Andreas Manz, der scheidende Verbandsausschuss-Vorsitzende, einmütig. Ja, man sei dabei, verschiedene Vorhaben zu prüfen. Keinesfalls aber wolle man, so Manz, „an die Gemeinden das Signal senden, dass alles teurer wird. Wir wollen keine Panik.“

Im Wesentlichen finanziert sich die Volkshochschule aus drei Quellen, die zugleich den Zweckverband führen: 300 000 Euro jährlich gibt die Stadt Hameln für die gemeinnützige Einrichtung, 230 000 Euro kommen vom Landkreis, und die Kommunen Bad Pyrmont, Hessisch Oldendorf, Aerzen, Emmerthal, Coppenbrügge und Salzhemmendorf teilen einen Beitrag von 56 000 Euro unter sich auf, anteilig nach der Einwohnerzahl.

Da die Stadt Hameln und der Kreis gemeinsam die größte finanzielle Last tragen, haben sie auch das gewichtigste Stimmrecht. Sollte eine Erhöhung der Beiträge also entgegen der offiziellen Aussagen doch diskutiert werden, wären die Gemeinden machtlos. Der Austritt aus dem Zweckverband, der Teil des Gedankenspiels ist, das derzeit in der Gemeinde Coppenbrügge durchgespielt wird, bleibt die einzige Möglichkeit zum Protest.

Aber, und das sagt Müller-Thielicke ganz offen: Ein Auswärtigen-Zuschlag werde derzeit sehr wohl diskutiert. Dieser sehe vor, die Kursgebühren für Bürgerinnen und Bürger aus Gemeinden, die nicht Mitglied im Zweckverband sind, von 3,50 bis 4,50 Euro pro Kursstunde um 50 Cent anzuheben. Diese Regelung würden im Falle eines Austritts auch die weiterbildungs-willigen Einwohner Coppenbrügges betreffen.

Ob die Beiträge – für die Gemeinden und/oder für auswärtige Bürger – tatsächlich „verdoppelt“ oder ob sie überhaupt angehoben werden, auf diese Entscheidung haben sowohl Bodo Müller-Thielicke als auch Andreas Manz nach eigenen Aussagen keinen Einfluss. Der Verbandsdirektor selbst sei nicht vorschlagsberechtigt und habe aufgrund seiner erst kurzen Amtszeit bisherige Gespräche auch nicht mitgeführt. Und Manz befindet sich „im Abgang“, wie er sagt, den Vorsitz über den Verbandausschuss wird demnächst Kreisrätin Petra Broistedt übernehmen. Die Sätze für das Haushaltsjahr 2014 werden voraussichtlich im Sommer feststehen.

Die Volkshochschule Hameln-Pyrmont finanziert sich auch durch Beiträge der Mitglieder-Kommunen. Gerüchten zufolge sollen diese im kommenden Jahr „kräftig angehoben werden“. Wal



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