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Während Freilichtbühne noch für Indoor-Aufführung probt, sind die Karten schon ausverkauft

Im Winter gibt’s Arsen und Spitzenhäubchen

Osterwald (sto). Die Ärmel sind zu kurz, die Knöpfe an der Bluse springen auf, die Hose kneift, der Mantel sitzt wie eine Wurstpelle und die Jacke ist zu weit. „Da müssen unsere Schneiderinnen sofort ran“, sagt Claudia Höflich. Kleider machen bekanntlich Leute. Besonders auf der Theaterbühne, wo Kostüme meist eine wichtige Rolle spielen. Ebenso die Haarpracht der Darsteller. Kristin Höhne hat die Qual der Wahl. Für welche Perücke soll sie sich entscheiden? Blond oder braun, mit oder ohne Locken? Während sie im Maskenraum mit Hilfe von Frauke Höflich ein Haarteil nach dem anderen ausprobiert, werden im Raum nebenan ältere alleinstehende Herren diskret „um die Ecke gebracht“. Nichts davon ahnend, schlürft Reverend Dr. Harper genüsslich einen frisch aufgebrühten Tee, den ihm die liebenwürdige Abby Brewster serviert.

veröffentlicht am 07.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 00:21 Uhr

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Im Studiotheater der Osterwaldbühne laufen die Vorbereitungen für das diesjährige Winterstück auf Hochtouren. Unter der Regie von Claudia Höflich und Marc Telgheder treffen sich die zehn Darsteller dort zweimal wöchentlich nach Feierabend zur Probe der schwarzhumorigen Komödie „Arsen und Spitzenhäubchen“. Wer sich nun an den gleichnamigen Film aus dem Jahr 1944 erinnert, wird vermutlich sofort an den berühmten amerikanischen Schauspieler Cary Grant als Mortimer Brewster denken. „Wir werden aber nicht versuchen, ihn zu kopieren“, betont Claudia Höflich.

Abby (Astrid Meyer-Reifurth) und Martha Brewester (Frauke Höflich) sind zwei liebenswürdige alte Damen und völlig harmlos, wie Mortimer (Thomas Wettmarshausen) glaubt. Wer hätte gedacht, dass seine beiden Tanten im wahrsten Sinn des Wortes mehrere Leichen im Keller haben? Entsetzt stellt er fest, dass die zerbrechlich wirkenden Damen regelmäßig alleinstehende Herren mit einem Gifttrunk ins Jenseits befördern. Ihr geistesgestörter Bruder Teddy (Marc Telgheder), der sich für Präsident Roosevelt hält, vergräbt die Leichen im Keller, den er aufgebuddelt hat in der Annahme, er hebe den Panama-Kanal aus. Mortimer bringt es nicht übers Herz, seine Tanten anzuzeigen. Aber wie kann er sie von weiteren Morden abhalten? Zu allem Überfluss taucht auch noch Mortimers Bruder Jonathan (Achim Schrader) auf – ein gesuchter Schwerverbrecher, dem die Polizei dicht auf den Fersen ist. Es wird immer spannender und turbulenter.

Wie die Geschichte ausgeht, zeigt die Osterwaldbühne in insgesamt zehn Vorstellungen. Premiere ist am Freitag, 2. Dezember, 20 Uhr. Die letzte Vorstellung findet statt am Samstag, 21. Januar. Die Chance, noch eine Karte zu bekommen für eine der Aufführungen, ist allerdings sehr gering, da sämtliche Vorstellungen bereits ausverkauft sind. Wegen der großen Nachfrage wurde eine Warteliste angelegt. „Bislang stehen schon 100 Interessierte drauf“, betont Frauke Höflich. Ob „Arsen und Spitzenhäubchen“ auch als Winterstück für 2012/2013 ausgewählt wird, bleibt abzuwarten.

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  • Proben für die Premiere des Winterstücks: Die Szene spielt im Wohnzimmer von Martha und Abby Brewster.

Wer sein „Karten-Glück“ trotzdem versuchen möchte, kann es telefonisch unter 05153/96069 probieren.



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