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Investition in den Klimaschutz rechnet sich: Sanierung der Coppenbrügger Turnhalle zeigt erste Erfolge

Im Oktober blieb die Heizung aus – „das gab’s noch nie“

Coppenbrügge (ist). „Null Betriebsstunden der Turnhallenheizung im Oktober. Das hatten wir noch nie!“ Wie jeden Monat, meldete Hausmeister Andreas Morawe zu Beginn letzter Woche die beobachteten Daten des Energieverbrauchs aus der Grundschule am Ith in das Rathaus – jetzt die ersten Werte nach fertiggestellter Rundumisolierung der Turnhalle. Und Morawes Beobachtungen wurden zur Topinformation bei den ersten Bürgergesprächen der darauffolgenden Tage in den Ortsteilen des Fleckens Coppenbrügge, „dem 15. Block der offenen Bürgergespräche“.

veröffentlicht am 10.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:41 Uhr

Laut Andreas Morawe zeigen Dreifachverglasung und 20 Zentimeter
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Bei einem Gesamtkostenvolumen der Baumaßnahmen zur energetischen Sanierung der Turnhalle inklusive Photovoltaikanlage von 670 000 Euro, liegt – trotz stattlicher 550 000 Euro Bundesmittel aus dem Konjunkturprogramm II – der kommunale Eigenanteil bei immerhin 120 000 Euro. Der Mut von Politik und Verwaltung zu dieser Investition auch in den Klimaschutz scheint sich nun bereits vor Abschluss aller Baumaßnahmen auszuzahlen: Während im Innenbereich der Umkleide- und Duschräume noch Fliesen verlegt und Sanitäranlagen erneuert werden, sorgen Wärmedämmung von Außenfassade und Decke sowie Dreifachverglasung aller Fenster und der ehemaligen Glasbausteinwand für nicht unerhebliche Energieeinsparungen.

Im Oktober, so Morawe, sei die Turnhallenheizung in all den (neun) Jahren seiner Tätigkeit an der Schule bislang immer nahezu durchgängig gelaufen. In diesem Jahr nicht einen Tag. „Und trotzdem ist es bei geöffneten Fenstern – wegen der notwendigen Frischluftzufuhr – immer angenehm temperiert gewesen.“ Das sei fraglos der neuen Isolierung zuzuschreiben, nicht etwa höheren Außentemperaturen. Denn laut Beobachtungen des Deutschen Wetterdienstes ist der Oktober 2010 nicht wärmer, sondern sogar um durchschnittlich 0,4 Grad Celsius kälter gewesen als im langjährigen Mittel. „Wir liegen rund 2500 Kilowattstunden unter dem Oktoberverbrauch des Vorjahres“, stellt Morawe fest. „Damit scheinen sich die von unserem Ingenieurbüro prognostizierten Einsparungen der Energiekosten durch die Sanierungsmaßnahmen schon jetzt zu bestätigen“, sagt Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka. „Wir rechnen langfristig mit Kosten für Strom und Gas in Höhe von nur 16 500 statt bislang 49 000 Euro. Das bedeutet eine Reduzierung von cirka 66 Prozent.“

Ein Erfolg, den auch SPD-Fraktionschef Karl-Heinz Brandt begrüßt: „Gesparte Energiekosten helfen, Finanzierungen abzusichern. Wir brauchen in der Krise beides: Konjunkturfördermittel und kommunale Investitionen, und genau das haben wir bei der Turnhallensanierung gemacht. Mit Einsparungen allein können die Gemeinden ihren desolaten Haushalt nicht retten.“

Darüber sei man sich im Rat weitgehend einig gewesen, obwohl er sich nicht wirklich daran erinnern könne, dass dort auch die Farbgebung der Außenfassaden zur Diskussion gestanden hätte. „Bonbonblau und bonbonrot“ sei vielleicht nicht jedermanns Sache? „Uns gefällt’s!“, sind sich Laura (12) und Fabian (13) aus der Spiegelbergschule einig, die gerade mit ihrer Klasse und Lehrer Rainer Schicker in der Halle kicken. „Ist doch cool und nicht mehr so langweilig wie vorher!“



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