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Kommunikationszentrum soll für alle Generationen da sein / Fertigstellung zum Jahresende

Im neuen Treffpunkt läuft es Hand in Hand

Bisperode (ist). Die Planzeichnung einer neuen Küchenzeile wandert bei der Vorstellung des noch leeren, zukünftigen Kommunikationszentrums im Schulkeller unter den Bisperoder Jugendlichen von Hand zu Hand. „Das ist ein passendes und außerordentlich günstiges Angebot eines Hamelner Möbelhauses für uns“, erklärt Andreas Elsner. „Jetzt geht’s auf Sponsorensuche für Fernseher, PCs und Spiele. Was fehlt Euch noch?“ „Noch eine Couch wär’ nicht schlecht – und ein Staubsauger“, bekommt Elsner zur Antwort.

veröffentlicht am 27.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 23:41 Uhr

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Mit vielen Wünschen hatte der Vorsitzende des Bisperoder Sportvereins gerechnet. Er kennt schließlich seine TSV-Jungs. Dass die allerdings zur Ausstattung des Jugendraumes gleich nach der Couch das Putzgerät Nummer eins im deutschen Haushalt nennen, sei nicht seine allererste Erwartung gewesen.

Der Staubsauger-Wunsch kommt zwar überraschend, aber durchaus nicht unwillkommen und wird umgehend am sogenannten Whiteboard im Grundschulkeller notiert.

„Unser Konzept geht auf“, freut sich Andreas Elsner. Die Kombination von Kommunikationszentrum für alle Generationen und Vereinsheim unter eigenverantwortlicher Nutzung, inklusive Pflege sowie Reinigung durch Sportverein und Jugend, funktioniere schon in der Aufbauphase sehr gut. „Bestens, bevor es überhaupt richtig losgeht“, sagt Andreas Elsner. Aber darauf hatte der TSV-Vorsitzende von Anfang an unbeirrt gesetzt, auch wenn er manchmal als blauäugig belächelt worden sei.

Das „Kommunikationszentrum mit TSV-Vereinsheim“ ist, finanziell und arbeitsteilig, ein gemeinsames Projekt von Kommune und Sportverein. Seit der ersten Mörtelkelle der Handwerker bis zur voraussichtlichen Fertigstellung zum Jahresende liegt die Patenschaft für Unterhaltung, Gestaltung und Organisation bei den TSV-Mitgliedern und Jugendlichen. Eine Kooperation auf Augenhöhe.

Noch blendet die vordere Kellerhälfte der Grundschule Bisperode in weitgehend unberührtem Weiß, von der Decke über die Wände bis zu wenigen, noch nicht gefliesten Bodenecken. Der Anteil der Gemeinde – Rohausbau und Bereitstellung der Schulkellerhälfte als Jugendtreff sowie TSV-Vereinsheim – ist mit 75-prozentiger Leaderförderung erledigt worden. Jetzt ist der TSV gefragt, Feinstrich, Innengestaltung, Einrichtung und Pflege des generationenübergreifenden Kommunikationszentrums zu organisieren. „Wir liegen voll im Zeitplan“, freut sich Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka. Andreas Elsners Ankündigung vor gut zwei Monaten – „Die Jugendlichen des Sportvereins stehen mit aufgekrempelten Ärmeln in den Startlöchern“ – war kein leeres Versprechen.

Natürlich legen sie gern Hand an, sagen Fabian Fischer (17), Patrick Buberti (17) und Marius Objartel (16), wenn Hilfe bei den letzten Handwerkertätigkeiten benötigt würde. Um coole Wandbemalung könne man zusätzlich den heimischen Künstler Peter Neff bitten, schlägt Marius Objartel vor. Engagement bei der weiteren Sponsorensuche sei jedenfalls versprochen. Eine Sponsorenwand als Anreiz und werbewirksames Element in den Räumlichkeiten wird angedacht.

Wenn dann einmal alles fertiggestellt worden ist, können sich die Jugendlichen gut vorstellen, bei DVD-, PC-, Spiel- und Kickerabenden, Musik und Fernsehen gemeinsame Zeit im Kommunikationszentrum zu verbringen. „Na ja, Party ist ja wohl nicht, weil immer ’ne Aufsicht dabei sein muss.“ Doch auch dafür, meinen Fabian, Patrick und Marius, gebe es Interesse an langfristigen Lösungen: „Der Jugendleiterschein kostet zwar Zeit, hilft aber uns und anderen Jugendlichen, auch mal ohne Erwachsene abzuhängen. Und ist bei Ausbildungsplatz- und Jobsuche als bekanntlich dickes Plus in der Bewerbungsmappe nicht zu unterschätzen.“

Noch dient die Couch nur zum Entspannen in den Arbeitspausen. Patrick, Marius, Fabian und André (von links) haben letzte Verschönerungsarbeiten erledigt.

Foto: ist



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