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Petra Joumaah (CDU) informiert sich an Osterwalds Hüttenstollen über Förderungsbedarf

Im Bergwerk wird ständig Geld verbaut

OSTERWALD. Petra Joumaah, Abgeordnete im Niedersächsischen Landtag, war Freitagvormittag das erste Mal in Osterwalds Besucher-Bergwerk Hüttenstollen. Und sie sagte zu, sich auf Landesebene dafür einzusetzen, dass die Osterwalder Museumseinrichtung gefördert wird.

veröffentlicht am 19.05.2017 um 15:09 Uhr
aktualisiert am 19.05.2017 um 17:00 Uhr

Hans-Dieter Kreft (M.) erklärt Petra Joumaah und Friedrich-Wilhelm Knust den finanziellen Aufwand, der beim Erhalt des Hüttenstollens alljährlich erforderlich ist. Foto: joa
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Hintergrund des Joumaah-Besuches in Osterwald, bei dem sie sich vom Vorsitzenden des Vereins zur Förderung des Bergmannswesen Hans-Dieter Kreft, Osterwald Bürgermeister Clemens Pommerening und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat und Mitglied im Kreistag Friedrich-Wilhelm Knust über die Lage des Hüttenstollens unterhielt, waren die Beratungen für den Landeshaushalt 2017/18: Hier fordert die CDU-Landtagsfraktion derzeit, dass das unter Rot-Grün eingestellte Investitionsprogramm für kleine Museen wieder aufgelegt wird. Dafür sollten pro Jahr 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

Die Christdemokraten hatten bei den Haushaltsberatungen der vergangenen Jahre immer wieder vergeblich eine Neuauflage des Programms gefordert. Mit einem Entschließungsantrag, den die CDU in den Landtag eingebracht hat, muss sich das Parlament nun erneut mit diesem Thema zu beschäftigen.

Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben vor diesem Hintergrund im Zuge der Haushaltsberatungen zum Doppelhaushalt 2017/2018 einen zusätzlichen Investitionsetat von lediglich drei Millionen Euro für zwei Jahre zur Verwendung für allgemein kulturelle Zwecke zur Beschlussfassung in den Landtag eingebracht.

Bei der Vorstellung des Hüttenstollens hatte Vereinsvorsitzender Kreft die Landtagsabgeordnete, die derzeit die Museen in ihrem Wahlkreis inspiziert, um danach Förder-Empfehlungen in ihre Fraktion einbringen zu können, erklärt, dass der Vereins zur Förderung des Bergmannswesen grundsätzlich sowohl vom Flecken Salzhemmendorf als auch vom Landkreis stets auf offene Ohren gestoßen sei, wenn sich finanzielle Probleme bei der Erhaltung der Stollenanlagen oder der Museumsgebäude ergeben habe.

Dennoch seien die ständigen Erhaltungsarbeiten an dem ehemaligen Kohleschacht, die vornehmlich durch ehrenamtliche Vereinsmitglieder geleistet würden, überaus kostenintensiv. Auch stände derzeit ein Neubau des verfallenen Werkstatt- und Magazingebäudes der Museumsanlage an. Architektenplanungen lägen bereits vor, so dass für die kommende Förderperiode nun schnell ein Antrag auf Landesmittel gestellt werden solle, so Kref: „Beim letzten Förderprogramm waren wir da nicht schnell genug, und die zur Verfügung stehenden Mittel waren bereits vergeben.“

Doch verstand es Kreft auch, die didaktische Bedeutung der Museums-Einrichtung in Osterwald deutlich zu machen: Hautnah seien hier die schwierigen Arbeitsbedingungen der damaligen Bergleute nachzuempfinden, die teilweise bereits mit 14 ihren Job unter Tage begannen und mit 50 Jahren gesundheitlich verbraucht waren.

Während Bürgermeister Pommerening betonte, dass der Flecken trotz unausgeglichenen Haushalts das Museum mit 6000 Euro als freiwillige Leistung unterstütze, und Knust unterstrich, dass der Gemeinerat für den Hüttenstollen „überparteilich an einem Strang zieht“, war man über das Hauptmanko der Anlage einig: Nachdem Osterwalds Gastronomie Stück für Stück weggebrochen sei, fehle es dem Hüttenstollen am touristsichen Umfeld. Und für eine eigene Gastronomie am Hüttenstollen reichten die derzeitigen Besucherzahlen von jährlich um die 2000 Gäste nicht aus.

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