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Zu Hause bei Landrat Rüdiger Butte (SPD) in Negenborn / Die Freizeit gehört dem Garten

„Ich bin hierher geheiratet worden“

Negenborn. Wer den Amtsinhaber, den Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont, zu Hause besuchen möchte, muss die Kreisgrenze überschreiten und sich von Hameln aus auf eine etwa 40- minütige Autotour durch die Rühler Schweiz begeben. Rüdiger Butte wohnt seit mehr als 40 Jahren im beschaulichen Negenborn im Landkreis Holzminden. Nicht allzu weit weg von seinem Geburtsort Lüthorst vor den Toren Dassels.

veröffentlicht am 10.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:06 Uhr

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„Ich bin hierher geheiratet worden und fühle mich sehr, sehr wohl. Es ist das Geburtshaus meiner Frau, wir haben es umgebaut und erweitert. Hier kriegt mich keiner mehr weg“, sagt der Sozialdemokrat gleich zur Begrüßung, ehe er im legeren Freizeithemd in seinen 30 Quadratmeter großen überdachten Gartenanbau bittet. Der befindet sich gleich hinter der Garage, in der ein Citroen C1 parkt. „Hier sitze ich oft mit Freunden oder meinen Enkelkindern“, berichtet der Hausherr, der sich höchstpersönlich um die Gartengestaltung kümmert: „Ich finde es sehr schön, einen gepflegten Garten zu haben und bin gern an der frischen Luft.“

Butte bewohnt zusammen mit seiner Ehefrau Renate eine 115 Quadratmeter große Wohnung im unteren Teil des idyllisch gelegenen Zweifamilienhauses – mit direktem Zugang zum Garten. „Oben lebt die Schwiegermutter. Sie gehört zum Inventar, wir haben ein sehr gutes Verhältnis“, betont der Hausherr als bekennender Familienmensch. Die eigenen Kinder sind längst aus dem Haus, dafür aber sorgen die Enkel stets für Abwechslung. Und für sie hat der Großvater im hinteren Bereich des Gartens ein Eldorado geschaffen – mit allem, was Kinderherzen höherschlagen lässt: Rutsche, aufblasbarem Swimmingpool, Sandkiste und Trampolin.

Zudem türmen sich diverse Familienspiele im Hause Butte, insbesondere in seinem Gartenanbau. „Ich selbst spiele leidenschaftlich gern Doppelkopf und Skat, treffe mich einmal im Monat mit Freunden, um zu reizen“, bekennt der 62-Jährige, der in Negenborn schlicht „Rüdiger“ ist und weniger der Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont. Seinen besten Freund kennt er 45 Jahre. „Er wohnt in Golmbach, ist aber nicht Hans-Heinrich Sander. Das würde nicht passen“, betont Butte mit einem verschmitzten Lachen, weil der niedersächsische Umweltminister ebenfalls in diesem Ort beheimatet ist. An seinem besten Kumpel in Golmbach schätzt Butte, „dass er schon mal ein klares Wort spricht. Ich halte wenig davon, wenn Menschen aneinander vorbeireden“.

Sein Haus verlässt der Verwaltungschef morgens um 8 Uhr. Den Dienstwagen, einen Audi A6, steuert er in aller Regel selbst nach Hameln. „Sobald ich im Auto sitze, beginnt mein Job, führe ich Telefonate. Auf der Rückfahrt nutze ich die Zeit für mich, das brauche ich“, gesteht Butte, der selten vor 19 Uhr, oft erst nach Mitternacht die heimische Scholle wieder betritt. Die täglichen 45 Kilometer in die Rattenfängerstadt stellen für ihn keine Belastung dar: „Früher bin ich jeden Tag nach Hannover gefahren.“

Butte ist kein Typ, der viel im Haus sitzt. „Egal, wie das Wetter ist, ich muss raus“, verrät er. Mit seiner Frau geht er spazieren, fährt Rad. Dabei strahlt das Zuhause Gemütlichkeit aus. Das Wohnzimmer ziert eine brombeerfarbene Couch-Garnitur auf hellem Veloursteppichboden, der mit edel anmutenden Brücken bestückt ist. Das übrige Mobiliar ist aus Naturholz und maßgearbeitet. „Allein deshalb ziehen wir hier nicht mehr weg“, sagt Butte, der Uhren sammelt und diese neben dem TV-Gerät in seiner Schrankwand birgt. „Ich schaue aber so gut wie nie fern, höchstens sonntags mal ‚Anne Will‘. Aber künftig kommt ja Jauch. Da muss ich erst einmal gucken ... Auch Lesen ist nicht so mein Ding, weil ich das schon beruflich ständig tun muss. Grundsätzlich versuche ich, die Freizeit mit meiner Frau gemeinsam zu verbringen“, bekennt er.

Zwei Stufen führen vom Wohnzimmer in den Essbereich, der mit einem großen Ausziehtisch bestückt ist, „damit die Familie Platz hat“. Hier sitzt Butte auch, wenn er am Laptop im Internet surft, um beispielsweise nach neuen Urlaubszielen zu suchen. „In mein Arbeitszimmer kann ich nicht mehr, dort stehen jetzt die Bettchen der Enkelkinder“, begründet der stolze Opa.

Rüdiger Butte ist in Negenborn tief verwurzelt. Im Alt-Herren-Team des VfB spielt er bisweilen Fußball. „Dort habe ich als Aktiver bis zum Alter von 42 Jahren im Tor gestanden und sogar noch mit meinem Sohn zusammen gespielt“, erzählt er und fügt hinzu: „Mein Freundeskreis ist in all den Jahren gleich geblieben. Er ist lediglich hier und da ergänzt worden.“

Rüdiger Butte vor dem Kaminofen. Er ist das Schmuckstück seines Wohnzimmers im Negenborner Eigenheim.

Foto: HW



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