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Schmuckdesignerin Kathrin Herstelle nutzt ungewöhnliche Materialien

Hühnerknochen an der Kette

Harderode (sto). Nur selten poliert sie ihren Schmuck auf Hochglanz und nur selten nimmt sie Diamanten. Auch Modetrends spielen bei ihr keine Rolle. Kathrin Herstelle arbeitet am liebsten mit Motiven aus der Natur. „Sie sind leiser, aber nicht weniger spektakulär“, sagt die Ziseleurin. Gern kombiniert sie Edelsteine, Bernstein, Silber und Feingold mit Blättern, Zweigen, Muscheln, Mammutelfenbein, Fossilien, Kieselsteinen, Holz und Knochen. Ihre neuesten Kreationen präsentierte die Schmuckdesignerin kürzlich in einer Ausstellung in ihrer Werkstatt in der Schusterstraße 6.

veröffentlicht am 18.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:41 Uhr

Kleines Schmuck-Sammelsurium mit und ohne Tierknochen. Foto: sto
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Fundstücke aus der Natur seien an sich schon kleine Kunstwerke. „Sie haben Struktur von Natur aus und sind deshalb wie geschaffen für aussagekräftigen Schmuck“, erläutert Kathrin Herstelle. Gern arbeite sie beispielsweise mit Knochen. Mit Tierknochen, wohlgemerkt. An Menschenknochen habe sie sich noch nicht herangewagt, obwohl diese auf alten Friedhöfen, beispielsweise in Spanien, bei Spaziergängen hin und wieder zu sehen seien.

Tierknochen findet die Schmuckdesignerin auch in Harderode. Sogar in ihrem Garten. So hat sie aus einem winzigen Knochen eines Vogelgerippes einen Kettenanhänger kreiert, kombiniert mit anderen Materialien. Auch Hühnerknochen sind leicht zu bekommen. „Die meisten stammen von Hühnern aus Harderode“, sagt die Ziseleurin. Ihr erster Schmuck-Selbstversuch mit einem Hühnerknochen sei ein mit Draht verbundener Ohrring gewesen. Eine wahre Schatztruhe für Fundstücke aller Art sind für die Mutter zweier Kinder Spaziergänge am Strand.

Die Ausstellung wurde abgerundet mit Fotokalendern von Doris Hellmold-Ziesenis aus Tündern sowie mit selbst genähten Taschen und Bekleidungsstücken, die Sylvia Reck aus Klein Süntel präsentierte.

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