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„Unser Dorf liest“: Szenische Lesung stellt Leben und Werk Anton Tschechows vor

Hommage an einen Menschenfreund

Coppenbrügge (sto). Mit einer „Hommage für einen außergewöhnlichen Menschen-freund“ hat die Literatur-Initiative „Unser Dorf liest“ am Freitagabend im evangelischen Gemeindehaus gemeinsam mit dem Publikum einige Stationen aus dem Leben Anton Tschechows besucht. Die Zuhörer wurden mitgenommen auf eine aufschlussreiche Reise, die bei allem Humor aber auch nicht die Schattenseiten des an Tuberkulose leidenden russischen Schriftstellers und Arztes ausließ.

veröffentlicht am 23.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:21 Uhr

Salka Blötz, Günter Blötz und Boris Schwitalski (v. li.) in &bdq
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Mit einer 1892 von ihm verfassten Kurzbiografie stellte sich der Protagonist den Zuhörern höchst persönlich vor. „Geboren wurde ich am 17. Januar (nach dem julianischen Kalender) 1860 in Taganrog. 1879 beendete ich das Gymnasium in Taganrog. 1884 beendete ich das Studium an der Medizinischen Fakultät der Universität Moskau. 1888 bekam ich den Puschkin-Preis. 1890 unternahm ich eine Reise nach Sachalin durch Sibirien und zurück übers Meer. 1891 unternahm ich eine Tournee durch Europa, wo ich sehr guten Wein getrunken und Austern gegessen habe. Zu schreiben begann ich 1879...“

Tschechow, der als Kind unter der seinem jähzornigen Vater litt, starb 1904 während eines Kuraufenthaltes in Badenweiler an Lungentuberkulose. In einer von Heiner Stender zusammengestellten und von acht Akteuren vorgetragenen szenischen Lesung bekamen die Zuhörer nicht nur spannende Einblicke in Tschechows Biografie, sondern auch in seine literarische Arbeit. Unter anderem durch die beiden humorvollen Einakter „Der Heiratsantrag“ und „Der Bär“. Besonders hervorzuheben ist hier die leidenschaftliche Spielfreude der Darsteller, die weit über eine szenische Lesung hinausging. Nicht ausgenommen Boris Schwitalski und Hubert Wöllenstein – die beiden „Neuen“ haben ihren Einstand in die Coppenbrügger Literatur-Initiative hervorragend gemeistert.



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