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Vorschlag von Rudolf Weinreich stößt nicht bei jedem auf Zustimmung

Holzeule – Kunst oder Stilbruch?

Coppenbrügge (ist/hen). Einen alten Baum muss man nicht komplett verhackstücken und verheizen, auch wenn dessen Wurzelwerk im Lauf von 40 Jahren durch Dickenwachstum zunehmend an Fundament und Gefüge der Burggrabenmauer rüttelt und das Mauerwerk zu sprengen droht. Das Fällen des Mammutbaumes, einstimmiger Beschluss im Bauausschuss der Gemeinde im Dezember (die Dewezet berichtete), sei nicht einzige und unbedingte Konsequenz, so Rudolf Weinreich (CDU). Warum nicht in Zeiten, in denen die Motorsäge längst nicht mehr nur für Brennholz sorgt, sondern zunehmend auch als Kunsthandwerkszeug entdeckt worden ist, die „Kunst mit der Kette“ für die „Kunst im Park“ nutzen, fragt das Ratsmitglied: Statt den Baum zu fällen, Krone ab, Wurzeln kappen, den Burgpark um ein weiteres Kunstwerk bereichern und den langjährig hölzernen Begleiter in neuer Gestalt erhalten. Einen entsprechenden Antrag stellte Weinreich im Ortsrat. Kontakte mit dem in der Motorsägenschnitzkunst erfahrenen Forstwirtschaftsmeister Karl-Heinz Knigge aus Stadthagen habe er bereits aufgenommen. Eine geschnitzte Eule sei angedacht, die sich gut in das derzeitige künstlerische Burgparkensemble einpassen würde. Sponsoren stünden bereit, die Aktion gestalte sich kostenneutral. Einstimmige Zustimmung gab es zu diesem Antrag. Im Tourismusausschuss gab Karl-Heinz Brandt (SPD) allerdings zu bedenken, dass es sich bei der Frage um reine Geschmackssache handele – ob die Eule an dieser Stelle allerdings in das historische Ambiente der Burg passe, solle aber sicherheitshalber im Vorfeld mit dem Museumsverein abgeklärt werden. Brandt bekannte, er habe Sorge, „dass wir Stilbruch“ begehen. Es gehe ihm nicht darum, die Idee kaputt zu machen. Nun soll die Frage noch mit dem Museumsverein geklärt werden.

veröffentlicht am 04.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 13:41 Uhr

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So könnten die Motorsägekunstwerke im Burgpark aussehen.

Foto: pr/Knigge



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