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Historischer Pfad in Gefahr?

Coppenbrügge (ist). Zunehmend häuften sich die Beschwerdeanrufe, so der in Wanderkreisen als Vater, Hüter und regelmäßiger Inspektor des Bergmannswegs bekannte Friedrich Wilhelm Vespermann. „Mit Sorge sehen wir den wiederbelebten historischen Pfad in Gefahr“, sagt auch Dieter Frank, der Kollege mit Seitenschneider an diesem Tag. Seit den Starkregenfällen der vergangenen Woche sei der Osterwalder Abschnitt in desolatem Zustand mit akuter
Rutsch-Sturzgefahr in Matschlöchern.

veröffentlicht am 09.12.2009 um 11:50 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 17:21 Uhr

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Coppenbrügge (ist). Zunehmend häuften sich die Beschwerdeanrufe, so der in Wanderkreisen als Vater, Hüter und regelmäßiger Inspektor des Bergmannswegs bekannte Vespermann. „Mit Sorge sehen wir den wiederbelebten historischen Pfad in Gefahr“, sagt auch Dieter Frank, der Kollege mit Seitenschneider an diesem Tag. Seit den Starkregenfällen der vergangenen Woche sei der Osterwalder Abschnitt in desolatem Zustand mit akuter
Rutsch-Sturzgefahr in Matschlöchern. Die würden, jetzt im Spätherbst unter Laub versteckt, nicht wirklich ungefährlicher. Was auch Wanderführer Karl Deiters, „Kalle vom Osterwald“, bestätigt. Grund, so Vespermann und Frank, seien Disharmonien mit dem Revierförster und dessen Aufbringverbot von Mineralgemisch zur Befestigung – trotz Genehmigung der Wegeführung durch die Niedersächsischen Landesforsten Braunschweig und ganz im Gegensatz zur hervorragenden Zusammenarbeit mit den drei Revierförstereien Köllnischfeld (Bad Münder), Jägerhaus (Springe) und Brünnighausen in den westlichen Wegabschnitten. Im Osterwalder Bereich liege das notwendige Mineralgemisch seit Wochen ungenutzt bereit, der Haufen beginne mittlerweile zu überwuchern. Revierförster Helmut Welge („Wer hier wandern will, soll Gummistiefel anziehen“), so die Meinung von Vespermann und Frank, strapaziere das Weisungsrecht des Forstbeamten über Gebühr.
 Die nahezu ausschließliche Konzentration auf Holzwirtschaft konterkariere Natur- und Touristikbelange als Kern, Sinn und Zweck der Leaderförderung und vernachlässige die Funktion Naherholung des Waldes, die ausdrücklich im Landesforstgesetz festgeschrieben sei. Außerordentlich undurchsichtig gestalteten sich die verworrene Hierarchie und damit Weisungsbefugnis der Dienststellen im Niedersächsischen Forstwesen. „Wer“, so Frank, „kann sich den Hut aufsetzen und entscheiden, ob und dass der historische Weg in der angedachten Form so ausgebaut wird, dass er weiterhin dem Anspruch eines gefahrlos begehbaren Naturwanderweges gerecht wird, der ja schließlich mit öffentlichen Geldern aus der Bürgertasche Europas finanziert worden ist?“



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