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Vielbestaunter Flieger auf dem Fest in Bisperode schafft fünf Höhenmeter / Originalpläne von 1938

Historischer Gleiter zeigt, wie alles begann

Bisperode (gro). „Bisperode Info für die Delta Ecco Charly Mike Delta. Bitte um Startfreigabe“, ertönt es aus dem Funkgerät bei Helmut Spiegel auf dem Tower. Er ist heute auf dem Flugplatzfest verantwortlich für den reibungslosen Flugbetrieb bei den Starts und Landungen. „Nur leichter Wind aus wechselnder Richtung. Start auf der 06 nach eigenem Ermessen“, antwortet Spiegel dem Piloten der Cessna mit dem Kennzeichen D-ECMD. Der schiebt sofort das Gas rein und seine Maschine nimmt auf der Graspiste in Richtung Bisperode Fahrt auf und hebt dann ab. Schon meldet sich der nächste Flieger. „Bisperode Info. Die Midi im Queranflug. Erbitte Landeinfo.“ Spiegel schaut raus. Da war doch eben noch die Antonow. Ach ja, da ist sie. „Midi von Bisperode Info. Anflug fortsetzen auf die 24. Vor ihnen befindet sich die Antonow im Endteil.“ Die hat nun gerade aufgesetzt und der Ultraleichtflieger mit der Kennung D-MIDI folgt in einem Abstand von gut vier Minuten.

veröffentlicht am 03.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 03:21 Uhr

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Derweil warten schon einige Segelflugzeuge auf ihren Seilstart, müssen aber auf die abgeschlossenen Landungen der Motorflieger warten. Insgesamt sind an diesem Flugplatzfest drei Ultraleichtflugzeuge, zwei Cessna, der Pitts Doppeldecker mit Kunstflieger Armin Brennenstuhl, die Antonow II aus Ballenstedt sowie vier Segelflugzeuge und einige Modellflugzeuge im Einsatz – und das für ein begeistertes Publikum. Viele nutzen die Gelegenheit, mit den Fliegern bei dem schönen Wetter einen kurzen „Luftspaziergang“ über ihrer Heimat zu machen, oder freuen sich einfach nur, die Flugmaschinen im Einsatz zu sehen. Da wird ihnen allerdings heute etwas ganz Besonderes und nicht alltägliches auf so einem Flugplatzfest geboten.

Frank Gries aus Wolfsburg ist mit seiner SG38 angereist, einem Segelflugzeug, nein, einem Schulgleiter. Der wurde nach Originalplänen aus dem Jahr 1938 im Jahr 1955 gebaut. 20 Mann werden da an zwei Gummiseilen gebraucht, die diese ausziehen, während eine Haltemannschaft den Gleiter festhält und ihn erst loslässt, wenn der Pilot das Kommando gibt. Und das klappt.

Gries hebt unter dem Applaus des Publikums ab und gleitet in einer Höhe von gut fünf Metern über die Piste, um nach zweihundert wieder auf der Kufe zu landen. „Toll, imposant, so begann alles“, sagt ein Zuschauer und die in der Nähe stehenden Piloten von heute können ihm da nur beipflichten.

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Der vier Jahre alte Dominik Driesel bestaunt ein Modellflugzeug mit Puppenpassagieren.

Unten: Armin Brennenstuhl zeigt mit seinem Doppeldecker Pitts, was mit solch einer Maschine alles möglich ist.

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