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Dr. Olaf Grohmann plant Dachverband und will Erfahrungsaustausch weiter ausbauen / Weitere Interessierte zum nächsten Treffen eingeladen

Historiker will Netzwerk Industriekultur für Museen gründen

Coppenbrügge/Salzhemmendorf (sto). Das mittlere Niedersachsen ist reich an vorindustrieller und industrieller Geschichte. Beispielsweise im Hinblick auf Bergbau, Steinbruch, Glasherstellung, Möbelindustrie, Holzverarbeitung und Technik. Viele der noch vorhandenen „Schätze“ werden von Historikern und Hobbyhistorikern zusammengetragen und ausgestellt in kleinen Museen oder Heimatstuben mit dem Ziel, auf die industrielle Vergangenheit aufmerksam zu machen. Die vorwiegend ehrenamtliche Arbeit erfolgt mit viel Engagement und Herzblut. Dennoch fühlen sich die „Spurensucher“ häufig alleingelassen.

veröffentlicht am 05.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:41 Uhr

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„Die betreffenden Einrichtungen erhalten oftmals keine oder nur wenig Unterstützung“, weiß Dr. Olaf Grohmann. Der Historiker ist Sprecher der aus Mitgliedern mehrerer Kommunen bestehenden „Arbeitsgruppe Netzwerk Industriekultur“, die vor eineinhalb Jahren ins Leben gerufen worden war, um gemeinsam die verschiedenen Leader-Projekte „Östliches Weserbergland“ zu begleiten und sich auszutauschen. Mittlerweile seien die Projekte weitgehend abgearbeitet und der Kreis der Teilnehmer deutlich geschrumpft mit der Begründung, es mangele an der praktischen Arbeit, somit habe sich die Arbeitsgruppe erübrigt. Dr. Grohmann hingegen ist nach wie vor von dem Nutzen des Netzwerkes Industriekultur überzeugt. „Die Bedeutung der Erforschung und Präsentation vorindustrieller und industrieller Geschichte im mittleren Niedersachsen wird leider noch nicht in ausreichendem Maß erkannt“, betont er. Der Erfahrungsaustausch sollte deshalb nicht nur aufrechterhalten, sondern ausgeweitet werden. „Wir möchten all denen, die sich mit der Bewahrung der vorindustriellen und industriellen Geschichte befassen, Hilfestellung geben und ihnen aufzeigen, wie sie an Fördergelder herankommen“, erläutert der Historiker. Er plane, dem Vorhaben eine feste Struktur zu geben.

So soll das Netzwerk Industriekultur zu einem Dachverband für Museen und ähnliche Einrichtungen werden. „Ausgehend von der jetzigen Form der Arbeitsgruppe soll dazu mittelfristig ein eingetragener Verein entstehen“, betont Grohmann. Details will die Arbeitsgruppe in ihrer nächsten Sitzung besprechen, die am Dienstag, 8. Mai, 18 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses Coppenbrügge stattfindet. „Zu der Veranstaltung sind nicht nur Mitglieder der Arbeitsgruppe eingeladen, sondern alle, die sich für das Thema Industriegeschichte interessieren“, betont der Historiker. Er hoffe auf rege Teilnahme, damit die Arbeit von möglichst „vielen Strömungen“ begleitet werden könne. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die weitere Ausrichtung der Arbeitsgruppe, Werbestrategien und Öffentlichkeitsarbeit sowie eine Vernetzung des Internationalen Museumstages am 20. Mai.



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