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Marianne Batke wird Laienpredigerin

„Hier in unserer Kirche hat sie das Sagen“

Wallensen (gök). In schweren Zeiten ist die Kirche für viele Menschen Halt. Und manchmal gibt sie auch wieder Arbeit. Über zehn Jahre war Marianne Batke früher im Kindergarten tätig und beschäftigte sich gerne mit Kindern. Nach der Zeit als Hausfrau und der Erziehung ihrer beiden Söhne bemühte sie sich wieder um Arbeit. Während ihrer Jobsuche engagierte sie sich zusammen mit Angelika von Clausewitz in der Arbeit mit Kindern in Wallensen. Zusammen gestalteten sie unter anderem den Kindergottesdienst in der St.-Martins-Kirche. Durch die enge Beziehung zur Kirche erfuhr Marianne Batke schließlich auch von der Ausschreibung der Küster-Stelle. 2003 bewarb sie sich schließlich beim Kirchenvorstand um den Posten.

veröffentlicht am 03.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:41 Uhr

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Verantwortlich für die Sauberkeit und Instandsetzung der Kirche, fühlte sie sich alsbald nicht mehr ausgelastet. „Ich wollte die Menschen beim Gottesdienst nicht nur begrüßen, sondern mich auch mehr um sie kümmern.“ Im September 2004 begann sie daher ihre Ausbildung zur Lektorin. Lektorin kommt von dem lateinischen lector und bedeutet Vorleser. Mit einer theologischen Grundausbildung durch Wochenendseminare war Marianne Batke nach einem Jahr befähigt, Gottesdienste als Vorleser zu begleiten.

Renate Beckmann, die ihren Mann Hans-Joachim bei der Arbeit im Kirchenvorstand in Wallensen immer unterstützt, kann sich eine Wallenser Kirche ohne Marianne Batke nicht mehr vorstellen: „Hier in unserer Kirche hat sie das Sagen. Die pflegt sie wahrscheinlich besser als ihr Wohnzimmer!“

Doch in einem Wohnzimmer will man nicht nur vorlesen, sondern auch eigene Meinung kundtun dürfen. Daher ließ sie sich in Wochenendseminaren über zwei Jahre lang zur Prädikantin ausbilden. Als evangelischer Prädikant – vom lateinischen praedicare = predigen abgeleitet – werden auch Hilfs- oder Laienprediger bezeichnet. In ihrer Ausbildung lernte sie, selbstständig Predigen zu schreiben und frei zu halten. Für einen ehrenamtlichen Helfer ist der Prädikant die letzte ehrenamtliche Stufe in den Kirchenämtern. Der Wallenser Pastor Christoph Siedersleben freute sich in der Vergangenheit schon oft über die Entlastung bei den zahlreichen Gottesdiensten.

Mittlerweile betreut er das Pfarramt alleine und ist froh, Marianne Batke zu haben. „So kommen in einem Vierteljahr schon mal zehn Gottesdienste zusammen, welche ich mittlerweile als Lektorin begleitet habe“, sagt Marianne Batke.

Am kommenden Sonntag um 10 Uhr wird nun Superintendent Christian Castel vom Kirchenkreis Hildesheimer Land Marianne Batke in der St.-Martins-Kirche Wallensen offiziell in ihr Amt einführen. Mit einem Kolloquium beim Landessuperintendenten schloss Marianne Batke ihre Ausbildung im Dezember erfolgreich in Göttingen ab. „Finanziell lohnt sich das Amt nicht, aber menschlich gibt es mir unheimlich viel“, sagt Marianne Batke. Während des Gottesdienstes wird auch Ursula Constabel geehrt, die seit zehn Jahren die gute Seele im Pfarrbüro ist.

Für den Gottesdienst am Sonntag richtet Marianne Batke, künftige Prädikantin, schon mal die Kirche her.Foto: gök



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