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Drei Generationen arbeiten Hand in Hand bei der Bürgerhilfe am Ith

Helfen als Familienunternehmen

veröffentlicht am 07.09.2016 um 16:29 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:10 Uhr

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In der Lebensmittelausgabe in Lauenstein und in den Kleiderläden in Lauenstein und Coppenbrügge erhalten Bedürftige gut erhaltene Kleidung und Nahrungsmittel. Aber die Bürgerhilfe ist auch Zentrum für mittlerweile 44 Menschen, die Verschwendung nicht akzeptieren und sich stattdessen für ihre Überzeugung und Mitmenschen ehrenamtlich engagieren. Und Hilfsbereitschaft scheint erblich zu sein:

Für viele ist schon ein harmonisches Familienleben eine Kunst. Andere, wie die drei Familienmitglieder, Mutter Veronika Mühe (72), Tochter Birgit Klünder-Mühe (53) und Enkelsohn Philipp (23), gehen noch einen Schritt weiter: Sie verbringen einen Großteil ihrer Freizeit miteinander und arbeiten ehrenamtlich für Bedürftige. Gemeinsam finden sie sich jeden Freitagmorgen um 7.30 Uhr in den Räumen der Bürgerhilfe ein, um die Lebensmittelausgabe vorzubereiten. Es gilt, mit den anderen Helferinnen und Helfern wöchentlich um die 800 bis 900 Kilo gespendete Lebensmittel für die Ausgabe vorzubereiten. Das bedeutet sortieren, portionieren, Kühlung aus- und Regale einzuräumen und immer wieder Kistenschleppen, damit pünktlich um zehn Uhr die Türen geöffnet werden können. Um die derzeit 120 Kunden mit Berechtigungsschein warten dann bereits auf ihre Wochenration an Lebensmitteln. Damit die Ausgabe reibungslos laufen kann und jeder zu seinem Recht kommt, müssen alle Ehrenamtlichen Hand in Hand arbeiten und die Abläufe generalstabsmäßig organisiert sein. Und da ist Philipp als starker junger Mann natürlich bei allen gern gesehen. „Er sieht die Arbeit und packt einfach zu“, sagt die Vorsitzende Gabriele Ehle über den Jüngsten der Mühes. „Und außerdem ist er immer gut gelaunt und steckt andere mit seiner Fröhlichkeit an.“ Philipp scheint ansonsten ein ganz normaler junger Mann zu sein: er sitzt gerne am Computer, macht regelmäßig Kraftsport, liest viel und hört Musik. Gerade hat er seine Ausbildung zum Elektroniker beendet und startet mit der Ausbildung zum Fachinformatiker. Aber während andere chillen, investiert er seine Freizeit lieber für die Gemeinschaft. „Es macht mir einfach großen Spaß, und man bekommt so viel zurück“ erläutert er seine Motivation zu Helfen und er ist von seinem Ehrenamt so begeistert, dass er selbst in der Urlaubszeit, als Mutter und Oma im Urlaub sind, freitags pünktlich um 7.30 Uhr die Räume der Bürgerhilfe aufschließt um die Ausgabe vorzubereiten. Und diese Begeisterung scheint ererbt, denn Oma Veronika Mühe und Mutter Birgit Klünder-Mühe gehören zu den Helferinnen der ersten Stunde. „Nur Hausfrau und Mutter war mir einfach zu wenig, ich wollte unter Menschen und etwas Nützliches für unsere Gemeinschaft tun“ sagt Birgit Klünder-Mühe über die Anfänge.

Bevor geöffnet werden kann, gilt es zu sortieren und zu portionieren. Foto: pr


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