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Fusion mit dem Verein „Historische Landtechnik“ eine Option

Heimatbund Bisperode droht die Auflösung

Bisperode. Monatelang hat sich der Vorstand des Heimatbunds Bisperode um einen Nachfolger für Ralf Semke bemüht. Die Anstrengungen jedoch blieben ebenso ergebnislos wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Auch in der Mitgliederversammlung erklärte sich niemand bereit, das Amt zu übernehmen, das Semke seit Gründung des Heimatbundes vor 25 Jahren ausübt (wie die Dewezet berichtete).

veröffentlicht am 26.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:21 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Eine erneute Kandidatur kam für den Vorsitzenden nicht infrage. „Es wird Zeit, jüngeren Leuten Platz zu machen, damit die Arbeit durch frischen Wind beflügelt wird“, betonte Semke. Vorerst bleibt nun aber alles beim Alten im Vorstand, denn auch für die weiteren Ämter, deren Neuwahlen anstanden, wurden keine Nachfolger gefunden. In sechs bis acht Wochen wird eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, in der über die Zukunft des Vereins entschieden werden muss. Findet sich bis dahin keine Nachfolge, droht die Auflösung des Vereins – es sei denn, es wird eine Alternative gefunden.

Alle jedoch waren sich einig, dass der Heimatbund nicht „sterben dürfe“. Er sei ein Stück Kulturgut und fest verankert in das dörfliche Leben. „In vielen Bereichen leistet der Heimatbund hervorragende Arbeit“, betonte Coppenbrügges Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka.

Der Verein sorgt für die Begrünung im Ort, pflegt Wanderwege und Obstbäume, lädt Jubilare zu Kaffeefahrten ein, veranstaltetet einen Frühlingskaffee im Heimatbundraum, richtet Lesungen an diversen Orten aus und er hat das traditionelle Erntedankfest ins Leben gerufen, das sich Jahr für Jahr als Besuchermagnet erweist.

Werden diese Aktivitäten bald der Vergangenheit angehören? Das wäre dann der Fall, wenn der Verein aufgelöst werden müsste. Der Vorstand aber hat eine andere Idee. „Um unseren Heimatbund im Fall einer fehlenden Nachfolge zu retten, schlagen wir eine Fusion mit dem Verein ,Historische Landtechnik Bisperode‘ vor“, betonte Semke in der Mitgliederversammlung.

Der 2010 gegründete Verein zähle etwa 70 bis 80 Mitglieder jüngeren Alters. Der Heimatbund hingegen könne zwar 210 Mitglieder aufweisen, es fehle jedoch an jungen Leuten. Die ersten Gespräche mit dem Verein für historische Landtechnik seien positiv verlaufen.

Semke stellte den Fusions-Vorschlag des Vorstandes zur Diskussion. Er wurde von den Mitgliedern positiv angenommen. Der Heimatbund könnte als eine Art Sparte in den Verein eingegliedert werden, hieß es aus der Versammlung. Der Vorstand müsste sich aus beiden Vereinen zusammensetzen. Auf jeden Fall sollte der Name „Heimatbund“ durch eine eventuelle Fusion in irgendeiner Form erhalten bleiben. „Der Begriff ,Heimat‘ darf nicht ausradiert werden“, forderte Fritz Koenig.

Der Vorstand will nun weitere Fusions-Gespräche mit dem Verein für historische Landtechnik führen, sich aber auch weiter um eine Nachfolge bemühen.



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