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Privathaushalte gehen ans Wärmenetz der Biogasanlage Coppenbrügge: Gesamte Siedlung wird überplant

„Heerburg“ soll Erfolgsmodell werden

Coppenbrügge. Auf großes Interesse ist das Vorhaben des Fleckens Coppenbrügge in Kooperation mit den Stadtwerken Weserbergland gestoßen, gemeinsam mit der Niedersächsischen Landgesellschaft mbH (NLG) für die Siedlung „Heerburg“ ein Gesamtkonzept zu erstellen. Die Details dieses sogenannten Quartierskonzeptes stellte Dr. Heike Dierkes, Koordinatorin für Stadtentwicklung bei der NLG, dem Rat vor und informierte über Fördermöglichkeiten für das Projekt. Die Begeisterung ging so weit, dass sich bereits erste Stimmen meldeten, die nicht nur die genannte Siedlung, sondern gleich weitere einbezogen wissen wollten. Karin Dröge (CDU) bremste und verwies darauf, dass ein Schritt nach dem anderen getätigt werden müsste. „Die Heerburg sollte ein Erfolgsmodell werden, und dann können wir weitersehen.“ Auch Heike Dierkes verwies mehrfach darauf, dass die Planungen noch ganz am Anfang stünden.

veröffentlicht am 20.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

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Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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Ausgangspunkt ist wie bereits berichtet die Tatsache, dass die Biogasanlage weitere Kapazitäten für einen Anschluss von Privathaushalten an das Wärmenetz hat. Vier Landwirte aus dem Flecken betreiben als Ith-Gas-GmbH & Co. KG seit Juli 2012 die erste Biogasanlage in Coppenbrügge. Auf Basis nachwachsender Rohstoffe werden hier jährlich rund 9,5 Millionen Kilowattstunden Rohbiogas erzeugt. Über eine 2,4 Kilometer lange Biogas-Leitung wird das erzeugte Gas zu zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) am Schwimmbad in Coppenbrügge transportiert. Eines der Heizkraftwerke wird von den Stadtwerken Weserbergland betrieben, das zweite vom Flecken Coppenbrügge für die Wärmeversorgung des Hallen- und Freibades. Das BHKW der Stadtwerke Weserbergland versorgt über eine Wärmezuleitung das Krankenhaus Lindenbrunn. Jetzt ist die Netzerweiterung für die Versorgung weiterer Gebäude abgeschlossen: Eine Abzweigung aus der Transportleitung vom BHKW der Stadtwerke am Schwimmbad zum Krankenhaus Lindenbrunn kann nun umweltschonende Wärme auch in Privathaushalte im Bereich der Ostlandstraße bringen. Neben der Kreissiedlungsgesellschaft mit zwei Objekten haben sich auch zwei private Haushalte bereits für einen Anschluss an das Wärmenetz entschlossen.

Bei den Arbeiten vor Ort, so Helmut Feldkötter, Geschäftsführer der Stadtwerke Weserbergland, habe sich weiteres Interesse der Anwohner ergeben. So sei die Idee entstanden, das ganze Gebiet zu überplanen. Der Flecken Coppenbrügge will nun als Projektträger gemeinsam mit der NLG und den Stadtwerken für die Siedlung „Heerburg“ ein Gesamtkonzept erstellen lassen, dessen Inhalt neben der energetischen Gesamtsituation die gesamte Infrastruktur des Wohngebietes im Hinblick auf beispielsweise energieeffiziente Straßenbeleuchtung sowie energieeffiziente Wasserver- und Abwasserentsorgung für eine optimale Siedlungsentwicklung untersuchen soll. Mit Blick auch auf den demografischen Wandel wird ebenso die Siedlungsstruktur als Grundlage für Maßnahmen zur Sicherung auch der zukünftigen Attraktivität der Siedlung einbezogen. In einer Machbarkeitsstudie werden sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Förder- und Umsetzungsmöglichkeiten sowie der Mehrwert für Eigentümer und Mieter beleuchtet. Eine Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur Weserbergland wird hierbei angestrebt. „Die Siedlung passt optimal in das Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur energetischen Stadtsanierung“, so Dierkes. Am Namen „Stadt“ dürfe man sich nicht stören – im Gegenteil: „Das Ganze hat Pilotcharakter, weil es eben nicht um eine Stadt, sondern den ländlichen Raum geht.“ Als Unterstützung zur Finanzierung der Maßnahme kommen Zuschüsse und Kredite der KfW-Bank für Private und Kommunen infrage, bezuschusst wird auch die Konzepterstellung. Der Eigenanteil für die Gemeinde würde bei 35 Prozent liegen.

Bereits jetzt beliefert die Biogasanlage die Bäder und das Krankenhaus.

Stadtwerke



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