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Freibadverein Wallensen widerspricht Kritik der CDU

Hat das Bad noch eine Zukunft?

WALLENSEN. Beim Neujahrsempfang des CDU-Gemeindeverbandes zeigte der Fraktionsvorsitzende Friedrich-Wilhelm Knust Kante und stellte den Erhalt des Freibades in Wallensen infrage. Der Freibadverein sieht das naturgemäß anders und auch die Mehrheitsgruppe im Rat aus SPD, Grünen und FDP steht bisher weiterhin dazu.

veröffentlicht am 01.02.2017 um 12:38 Uhr
aktualisiert am 01.02.2017 um 16:30 Uhr

Seit fünf Jahren geschlossen: das Thermal- und Solefreibad in Wallensen. Foto: Wal

Autor:

Maike Lina Schaper und Christiane Stolte
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Für Knust ist klar, in Anbetracht zurückgehender Einwohnerzahlen und einer knappen Gemeindekasse stollte man sich überlegen, ob es überhaupt noch machbar sei, im Flecken drei Freibäder und ein Hallenbad zu betreiben. „Wenn etwas finanziell nicht mehr zu leisten sei, sollte man aber auch den Mut haben, zu sagen, diese Maßnahme könne nicht mehr finanziert werden“, so Knust. Das Freibad Wallensen sei mittlerweile fünf Jahre geschlossen, da die Kosten für eine Sanierung nicht zu realisieren gewesen waren. Eine Studentengruppe aus Hannover war vor einiger Zeit beauftragt worden, eine Alternativlösung mit einer kleineren Wasserfläche zu finden, was immer noch nicht geschehen sei. Schon seit geraumer Zeit warte die Politik auf einen finanzierbaren Vorschlag. Für Knust stelle sich nun die Frage, ob der Badverein und die Bürger überhaupt noch hinter einer Alternativlösung stehen, da seit Jahren keine konkreten Vorschläge vorgelegt worden seien. „Das Freibad ist eine freiwillige Aufgabe, wir aber haben genügend Pflichtaufgaben“, appellierte der Kommunalpolitiker.

Knusts Aussagen widerspricht der Vorsitzende des Freibadvereins, Andreas Dörries, ganz klar. „Wir sind noch intensiv mit dem Thema beschäftigt.“ Ein Konzept zu entwickeln dauere nun mal seine Zeit. „Normalerweise ist das eine Aufgabe für zwei hauptberufliche Mitarbeiter, wir machen das ehrenamtlich“, argumentiert Dörries. Auch gebe es öfter längere Phasen, in denen auf die Meinung von Experten gewartet werden müsse. Ende Februar will der Freibadverein ein Konzept vorstellen, das sei bereits mit der Gemeindeverwaltung besprochen, mit der man ohnehin in engem Kontakt stehe. Zu gegebener Zeit sollen auch Bürger und Politik über die Vorstellungen des Freibadvereins informiert werden. In der Bevölkerung werde das Bad noch gewollt, da habe er nach wie vor klare Signale wahrgenommen, sagt Dörries.

Die politische Mehrheitsgruppe hat sich in ihrer Koalitionsvereinbarung zu der Freizeitanlage Wallensen bekannt. Dazu stünde die Gruppe auch weiterhin, sagt Sprecher Torsten Hofer (SPD). Der Verein sei allerdings in der Pflicht ein Konzept zu präsentieren. „Wir müssen etwas an die Hand bekommen, wie man weiter vorgehen kann.“



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