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Hofladen lockt mit regionalen und ökologischen Produkten auch Auswärtige nach Dörpe

Gutes Gefühl beim Einkaufen: Kunden werden kritischer

DÖRPE. Seit 2001 betreibt Familie Holweg einen kleinen Hofladen. Am Anfang ging alles um die Eier aus eigener Freilandhaltung. Mittlerweile hat sich der Kundenkreis und das Angebot deutlich erweitert. Denn die Kunden werden kritischer - sie wollen wissen, woher die Produkte stammen, die sie kaufen.

veröffentlicht am 11.02.2019 um 13:35 Uhr

Anika Holweg (Mitte) und Angelika Holweg (re.) halten ein Schwätzchen mit Stammkundin Sabine Wulf (li.) Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Neben der Landwirtschaft betreibt Familie Holweg seit 2001 einen kleinen Hofladen. Am Anfang ging es vorrangig ums Ei, denn sie verkaufte Eier aus eigener Freilandhaltung.

Erst kamen die Dörper, dann Leute aus dem Kernort Coppenbrügge und den umliegenden Ortschaften. Nach und nach gehörten auch Einwohner aus der Region Eldagsen/Völksen zu den Stammkunden – Pendler, die auf dem Weg zur Arbeit durch Dörpe kamen und auf das Firmenschild mit dem bunten Huhn aufmerksam wurden.

Die Verbraucher legen immer größeren Wert auf Eier aus Freilandhaltung. „Die Kunden schauen immer genauer hin. Sie möchten wissen, woher die Produkte stammen, die sie kaufen“, betont Angelika Holweg.

Glückliche Hühner liefern seit Kurzem auch die Eier für die Nudeln. Foto: pr

Obwohl inzwischen fast 18 Jahre vergangen sind und das Warenangebot mit regionalen Produkten hinreichend erweitert wurde, spielen Eier immer noch die „erste Geige“. Aus dem Markenzeichen des Hofladens lässt die Hofladenbetreiberin in einem zertifizierten Betrieb seit kurzem sogar Nudeln herstellen. Nudeln aus Eiern von 180 glücklichen Hühnern, die auf der hofeigenen Wiese zwischen Tannen nach Herzenslust picken und scharren und sich verstecken können.

Mit den Nudeln wollten wir uns ein eigenes Produkt schaffen.

Angelika Holweg, Landwirtin

„Mit den Nudeln wollten wir uns ein eigenes Produkt schaffen“, erklärt Angelika Holweg. Lange habe die Familie diskutiert, ob sich dieser Schritt überhaupt lohne, denn sie und ihr Mann seien „auch nicht mehr die Jüngsten“. Der Familienrat ist dann aber zu dem Ergebnis gekommen, dass sich Neuerungen durchaus lohnen, denn Nachwuchssorgen gibt es nicht. Der landwirtschaftliche Familienbetrieb wird mittlerweile in der siebten Generation geführt. Die achte Generation steht mit Tochter Anika quasi vor der Tür. Die 29-Jährige studiert Landwirtschaft und möchte den Betrieb zu gegebener Zeit weiterführen – und natürlich auch den Hofladen, der ihr seit Jahren ans Herz gewachsen ist.

Ideen, wie sie das Warenangebot noch zusätzlich steigern könnte, hat sie auch schon. „Beispielweise durch eine noch größere Vernetzung regionaler Anbieter“, so Anika Holweg. Da die Hofläden immer beliebter werden, weil die Verbraucher immer größeren Wert auf qualitativ einwandfreie und regional hergestellte Produkte legen, sehe sie für den Hofladen und auch für den landwirtschaftlichen Familienbetrieb eine gute Zukunft.

Eine Zukunftssorge plagt die Familie Holweg aber trotzdem: „Was wird aus unserem Laden, wenn hier vor Ort die Bauphase der Umgehungsstraße beginnt und die Straße monatelang gesperrt wird?“ Eine Antwort darauf wissen die Holwegs noch nicht.



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