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Ein ehemaliger Dauercamper schaltet wegen eines Schutthaufens auf dem Campingplatz Humboldtsee die Behörden ein

Gute Miene trotz heftiger Vorwürfe

Wallensen. Kurz nach Weihnachten informierte ein unzufriedener ehemaliger Dauer-Camper die Behörden über die seiner Ansicht nach schlechten Zustände auf dem Campingplatz am Humboldtsee. Unter anderem solle in Bauabfällen auf dem Gelände asbesthaltiges Material schlummern.

veröffentlicht am 30.12.2015 um 14:23 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Autor:

von maike lina schaper
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Starke Anschuldigen, aber Bernd Sinowcik von der selbst gegründeten "Interessengemeinschaft Mieter Humboldtsee" ist sich seiner Sache sicher. "Sonst würde ich ja nicht mit meinem Namen dahinter stehen", versichert er. Der ehemalige Dauercamper gab einen Brief, in welchem er die von ihm erkannten Missstände anprangerte, zusammen mit einer Foto-CD an die Polizeiinspektion Hameln, das Ordnungsamt des Fleckens Salzhemmendorf sowie des Landkreises und an das hiesige Umweltamt weiter. "Ja, Bauschutt haben wir hier", sagt Wilfried Wittwer, der Vater des neuen Eigentümers Immo Wittwer. "Wir benutzen ihn, um schlammige Stellen zu befestigen." Denn an dem von Sinowcik bemäkelten Ort am nördlichen Ende des Campingareals nahe dem Waldhotel Humboldthof möchten die Wittwers einen halbwegs befestigten Platz einrichten, auf dem die Camper ihren Grünabfall abladen können. Der Schutt stammt zu einem großen Teil aus dem Innenleben eines Waschraums, den die neuen Besitzer aktuell von Grund auf erneuern. "Auf dem Campingplatz ist seit bestimmt 30 Jahren nichts mehr gemacht worden" sagt Immo Wittwer. Und weiter: "Viele unserer Camper sind froh, dass nun Besitzer auf dem Platz sind, die hier wohnen und immer ansprechbar sind."

Die Wittwers haben den Platz von der Bremer NF-Bank gekauft und im September 2014 übernommen. Seither arbeitet die gesamte Familie daran, den Ort auf Vordermann zu bringen. "Wir haben den Campingplatz zusammen als Familie gekauft um hier gemeinsam leben und Arbeiten zu können. Können Sie sich vorstellen, wie schön das ist, wenn man draußen steht und arbeitet, während die eigenen Kinder um einen herumlaufen und mithelfen", fragt Immo Wittwer rhetorisch mit einem Lächeln im Gesicht.

Ein Waschhaus wird gerade saniert, ein anderes hat bereits einen neuen hygienischen Wassertank bekommen. "Das abgestandene Wasser wollten wir unseren Gästen zum Zähneputzen und Trinken einfach nicht länger zumuten", führt Vater Wilfried Witwer aus. Auch Wasserenthärtungsanlagen haben die Wittwers in die Rohrleitungen eingebaut: "Bei dem harten Wasser in der Gegend und den Ablagerungen in den Rohren ist es ein Wunder, dass die noch nicht verstopft sind."

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  • In diesem Haufen glaubt der ehemalige Dauercamper Bernd Sinowcik asbesthaltigen Bauschutt zu erkennen.
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Neben den Sanitäranlagen hat sich die Familie hauptsächlich mit der Pflege des 34 Hektar großen Platzes beschäftigt. Gestrüpp entfernt, einen kleinen Strand aufgeschüttet, Leihboote für den See angeschafft, Bänke gebaut und vieles mehr. "70 bis 80 Stunden arbeiten wir in der Woche, um es hier möglichst schön zu machen", sagt Wilfried Wittwer. Für die Vorwürfe des ehemaligen Gastes Sinowcik hat Wittwer nur ein mildes Lächeln übrig. Doch wegen des Briefes werden trotzdem bald die Behörden an das Tor vom Campingplatz klopfen. "Es wird in den nächsten Tagen ein Ortstermin gemacht werden", heißt es vom Landkreis, denn den Anschuldigungen müsse einfach nachgegangen werden. "Sie können alle gerne kommen, wir haben hier nichts zu verbergen", entgegnen dem die Wittwers.



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