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Arnold Lücke sammelt alte Karten und Fotos, um Wandel des Ortes zu dokumentieren

Grüße aus Salzhemmendorfer Vergangenheit

Salzhemmendorf/Coppenbrügge (sto). „Liebe Mutter. Am Mittwoch um 2 Uhr am Nachmittag treffen wir uns wieder. Herzliche Grüße sendet dein Franz.“ Eine ungelenke Kinderschrift auf einer vergilbten Postkarte aus dem Jahr 1910 erinnert an das Kindererholungsheim, das 1908 in Salzhemmendorf eingerichtet worden war, um schwächliche Kinder aus Hannover mit gesunder Luft, gutem Essen und täglichen Solebädern wieder aufzupäppeln. In dem 1976 geschlossenen Haus war zwischendurch ein Erziehungsheim für „nicht schulreife“ Kinder eingerichtet worden. Einige alte Fotografien des Kinderheims sowie Postkarten, die der von Franz ähneln, hat Arnold Lücke gesammelt und in einem Ordner zusammengetragen.

veröffentlicht am 25.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

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Die Sammlung wird er-gänzt durch sieben weitere Ordner, die gefüllt sind mit rund 1000 Fotografien und Ansichtskarten aus mehr als 100 Jahren. Eine 1898 von einer Frau geschriebene Grußkarte aus „Bad-Salzhemmendorf“ nach Hildesheim zählt zu den ältesten Exemplaren. Ihre mit rosa Blüten bekränzte Vorderseite gewährt einen Panoramablick auf Salzhemmendorf anno dazumal. Auf die „gute alte Zeit“, in der an dem „Hotel zum „Rathskeller“ noch elegant gekleidete Damen vornehm mit aufgespanntem Sonnenschirm und Herren mit Zylinder auf eine Pferdedroschke warteten. Arnold Lücke hat in seiner Sammlung ein Foto aus heutiger Zeit danebengestellt, um Veränderungen aufzuzeigen. „In meiner Sammlung habe ich meinen Heimatort im Wandel der Zeit zusammengetragen“, erklärt der gebürtige Salzhemmendorfer, der mittlerweile in Coppenbrügge wohnt. Viele der alten Fotos und Postkarten habe er von Salzhemmendorfer Bürgern erhalten, beispielsweise von den Familien Parr und Krüger. Auch im Internet sei er fündig geworden. Aktuelle Motive hat der 65-Jährige selbst fotografiert. Dabei achte er immer auf den Blickwinkel, von dem aus das alte Foto aufgenommen worden war. „Auch wenn ich dafür auf den Kirchturm steigen musste“, so der Rentner. Weniger riskant hingegen war die Aufnahme der „Dammstraße“, sie erforderte keine Klimmzüge von dem Hobbyfotografen. Mit alten Bildern aus den Jahren um 1920 und 1970 dokumentiert Arnold Lücke in seiner Sammlung die Veränderungen der Straße im Herzen Salzhemmendorfs .

Die Idee zu der Sammlung sei vor vier Jahren entstanden, nach einem bebilderten Vortrag, den er bei den Mineralien- und Fossilienfreunden Hameln über die Kalkindustrie Salzhemmendorfs gehalten habe. „Es hat mir Freude bereitet, aufzuzeigen, wie es damals gewesen war und was sich seitdem verändert hat.“ Viel Zeit und Arbeit und auch Geld hat er in seine Sammlung investiert. An dem Ergebnis seines Schaffens möchte er interessierte Leute teilhaben lassen. Pastor Thomas Müller hatte die Idee, die Ordner im evangelischen Gemeindehaus zur Einsicht auszulegen. Dort können sie nun besichtigt werden während öffentlicher Veranstaltungen oder während der Öffnungszeiten des Pfarrbüros dienstags von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 17.30 Uhr.

Wer alte Postkarten und Ansichten aus Salzhemmendorf besitzt, kann sich bei Arnold Lücke unter der Telefonnummer 05156/98280 melden, um zu helfen, die Sammlung zu erweitern. Die Originale werden gescannt und schnell an die Besitzer zurückgegeben.

4 Bilder
Arnold Lücke blättert in den Ordnern.


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