weather-image
13°
Zwei Brände am Adventssonntag

Großfeuer – Retter suchen Bewohner

BENSTORF/SALZHEMMENDORF. Am Abend des ersten Adventssonntags haben gleich zwei Brände zahlreiche Feuerwehren in der Gemeinde Salzhemmendorf in Atem gehalten. In Benstorf stand ein Wohnhaus mit angebauter Scheune lichterloh in Flammen. Bei Redaktionsschluss wurde noch der Bewohner des Gebäudes vermisst.

veröffentlicht am 04.12.2017 um 00:18 Uhr
aktualisiert am 04.12.2017 um 11:55 Uhr

Von der Drehleiter der Feuerwehr Gronau aus werden die Flammen mit einem Wasserwerfer bekämpft. FOTO: ube
Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Der Wind drückte den beißenden Rauch zu Boden. Die Polizei bat die Bevölkerung, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Bundesstraße 1 musste voll gesperrt werden. Die Autofahrer wurden über Rundfunkdurchsagen gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Noch während der Löscharbeiten wurde ein weiteres Feuer aus Salzhemmendorf gemeldet – dort brannte ein Auto, das zum Teil unter dem Dachüberstand einer Garage abgestellt worden war. Weil die zuständige Feuerwehr in Benstorf im Einsatz war, rückten die Ortswehren Lauenstein, Wallensen und Hemmendorf aus.

Der Großbrand am Erlenweg in Benstorf wurde um 19.36 Uhr gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt schlugen bereits Flammen aus dem Dach, stieg eine Rauchsäule auf. Neben Feuerwehren aus dem Stützpunkt Oldendorf fuhren auch die Feuerwehr Salzhemmendorf und die Drehleiter der Feuerwehr Gronau (Landkreis Hildesheim) zum Einsatzort. Zunächst wurde das Feuer von außen bekämpft. Nicht nur der Brand musste bekämpft werden. Die Freiwilligen schützten umliegende Häuser in der engen Bebauung. Trupps, die sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hatten, wagten sich ins Erdgeschoss des Wohnhauses vor. Dort wurde der ältere Mann nicht gefunden. „In der ersten Etage und im Dachstuhl ist eine Suche nicht mehr möglich. Es besteht Einsturzgefahr“, sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister Kay Leinemann. Ein Giebel drohte auf einen Weg zu fallen. Gegen 22 Uhr ging die Polizei dem Hinweis nach, der Senior könne sich auf einer Jahresversammlung aufhalten. Aufgrund der Verqualmung konnten Feuerwehrleute zeitweise die Hand vor Augen nicht sehen. Man richte sich auf eine lange Nacht ein, hieß es. Der ABC-Zug aus Marienau baute beheizbare Zelte auf, in denen sich die Löschkräfte aufwärmen konnten. Es nieselte unaufhörlich bei einer Außentemperatur um 2 Grad Celsius. Die Schnell-Einsatzgruppe des Roten Kreuzes aus Marienau versorgte die Helfer mit Kaffee und Brühe.

Der 86-jährige Bewohner des Hauses wird weiter vermisst. Ist er in den Flammen gestorben? Foto: ube
  • Der 86-jährige Bewohner des Hauses wird weiter vermisst. Ist er in den Flammen gestorben? Foto: ube
270_0900_72265_lkcs110_0412_ube.jpg

An der Berliner Straße in Salzhemmendorf habe der Motor eines Wagens Feuer gefangen, sagte Leinemann. Seine Kameraden hätten Schlimmeres verhindern können. An Gebäuden sei kein Schaden entstanden, sagte Leinemann.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare