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Goggomobil oder Luxusmodell sollen nicht die Alternativen sein

Coppenbrügge (ist). Die Offene Ganztagsschule wird zum Schuljahresbeginn 2011 auf Antragstellung der Coppenbrügger Grundschulen kommen; die Weiterführung der laufenden Nachmittagsbetreuung bis dahin ist sicher.

veröffentlicht am 26.04.2010 um 14:33 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 09:41 Uhr

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Coppenbrügge (ist). Die Offene Ganztagsschule wird zum Schuljahresbeginn 2011 auf Antragstellung der Coppenbrügger Grundschulen kommen; die Weiterführung der laufenden Nachmittagsbetreuung bis dahin ist sicher. So die Information von Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka nach einer internen Sitzung.
Einstimmig hatte der Rat beschlossen, spätestens bis November und damit fristgerecht zum Schuljahrsbeginn 2011 den Antrag auf Einführung der Offenen Ganztagsschule in den beiden Grundschulen des Fleckens bei der Landesschulbehörde zu stellen, falls die Schulen ihrerseits dies nicht selbst tun. Damit soll dem in einer Umfrage festgestellten Elternwillen auf Betreuung der Kinder auch ohne Kosten für die private Haushaltskasse entsprochen werden. Denn Offene Ganztagsschule im Gegensatz zur Nachmittagsbetreuung heißt Hausaufgabenhilfe, pädagogische Förderung und Freizeitgestaltung nach der Schule in der Schule auf freiwilliger Basis zum Nulltarif für Eltern, weil mit Landesmitteln gefördert. Kosten in Höhe von drei Euro entstehen lediglich für das gemeinsame Mittagessen, finanzielle Unterstützung gibt es bei nachgewiesener Bedürftigkeit.

Die Schulleiter hatten sich anfänglich gegen den Auftrag des Rates gewehrt - weil sie das bestehende Modell der nachschulischen Betreuung für besser halten. Die allerdings wurde kaum angenommen, weil sie den Eltern zu teuer war. In einer nicht öffentlichen Veranstaltung wurden jetzt die Vor- und Nachteile der jeweiligen Angebote abgewogen.

Die Alternative, so die politischen Vertreter mit dreifach pädagogischer Schulleitungskompetenz aus Förder-, kooperativer Gesamtschule und Gymnasium im Rat sowie Ulrich Meyer als Elternvertreter im Schulvorstand Coppenbrügge, dürfe nicht heißen: „Mercedes-Luxusmodell“ für die, die es sich leisten können, oder „Goggomobil“ für alle. Es gehe nicht um „Betreuung“ von Kindern einer finanzkräftigen Elite, noch dazu unter Bezuschussung seitens Kommune und Landkreis. Es gehe um Förderung jedes einzelnen Schülers und gerade derjenigen, deren Elternhaus sich die Nachmittagsbetreuung nach dem bisherigen Modell finanziell nicht leisten kann.

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