weather-image
Mitreißendes Benefizkonzert mit Joo-Anne Bitter in der Christuskirche

Glänzende Werbung für die Oper

OSTERWALD. „Gehen Sie in die Oper! Erleben Sie die Oper!“ Immer wieder ermunterte Joo-Anne Bitter die Zuhörer in der vollbesetzten Christuskirche zu einem Besuch einer Oper. Eine Operndarbietung sei ein wunderschönes Erlebnis, das sich niemand entgehen lassen sollte. Um ein breiteres Publikum anzusprechen, müsse sich Oper allerdings verändern und einen leichteren Zugang ermöglichen. Ein gelungener Einstieg für Leute, die mit Oper bislang wenig oder nichts anfangen konnten, war denn auch das von der Opernsängerin initiierte Benefizkonzert am Wochenende in der Christuskirche.

veröffentlicht am 02.12.2018 um 19:20 Uhr

Attila Székely, Joo-Anne Bitter und Ludovik Kendi bedanken sich für den tosenden Applaus. Foto: sto
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Stücke waren so ausgewählt und arrangiert, dass sowohl Kenner als auch Einsteiger einen genussvollen Abend erlebten. Die aus Osterwald gebürtige Sopranistin wurde begleitet von dem aus Siebenbürgen stammenden Bariton Ludovik Kendi und dem ebenfalls aus Siebenbürgen gebürtigen Konzertpianisten Attila Szèkely. Mit seinem Repertoire zog das Trio die Zuhörer vom ersten bis zum letzten Stück in den Bann. Geboten wurden Arien aus dem „Tannhäuser“ von Richard Wagner, Stücke von Mozart, Bizet, Verdi oder Puccini und das Scherzo Nr. 2, Opus 31, von Chopin, das der Pianist meisterhaft und temporeich umsetzte. Die Zuhörer waren gebannt von der Virtuosität. Es schien, als hielten sie den Atem an. Ebenso erging es ihnen bei den Gesangsstücken. Zum Schluss gab es mit dem Duett aus der Operette von Franz Lehár „Lippen schweigen“ einen kleinen Abstecher in die Operette.

Der Erlös des von etlichen Sponsoren finanziell unterstützten und von Maren Bitter-Bergeest moderierten Konzerts kommt je zur Hälfte der Musikförderung im Saaletal sowie dem Osterwalder Kinder- und Jugendchor „Pro Musica“ zugute.

Die Opernsängerin Joo-Anne Bitter gilt vor allem im jugendlichen Wagnerfach als Idealbesetzung. Sie studierte Gesang in Wien und Italien und debütierte 2008 mit Mozarts „Donna Anna“ an der Hamburger Kammeroper. Ihren Rollendebüts der „Eva“ in „Die Meistersinger von Nürnberg“ und der „Elsa“ im „Lohengrin“ in Österreich und China folgt in der kommenden Saison die „Elisabeth“ in der Oper „Tannhäuser“ am Theater Klagenfurt.

Mit dem Konzert in Osterwald wollte Joo-Anne Bitter einerseits ihre Verbundenheit zu ihrem Geburtsort ausdrücken, andererseits für die Musik eine Brücke bauen. „Egal, ob Sie selbst singen oder nur zuhören, Hauptsache, Sie beschäftigten sich mit Musik“, appellierte die Sängerin. Musik sei die größte und einfachste Sprache der Welt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt