weather-image

Oldendorfer legen Pläne zum Erhalt vor / Unterstützung der Gemeinde gefragt

Gibt es Geld für den Sportplatz?

OLDENDORF. „König Fußball“ hat die Arena des ehemaligen TSV Benstorf/Oldendorf schon verlassen, doch tot soll der Platz trotz Brache dennoch nicht sein. In Oldendorf hat sich eine Arbeitsgruppe zum Erhalt des Sportplatzes zusammengefunden und auf eine Strategie für die Zukunft geeinigt. Darin einbezogen sind Vereine aus Oldendorf und Osterwald, aber auch mit Unterstützung der Gemeinde wird gerechnet.

veröffentlicht am 02.02.2017 um 18:27 Uhr

Auf dem Sportplatz in Oldendorf wird schon länger nicht mehr gekickt. foto: Wal
Maike Lina Schaper

Autor

Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Zunächst einmal muss der Platz nahe der Schule wieder hergerichtet werden. Auch wenn dort keine Fußballturniere wie in früheren Zeiten mehr geplant sind, soll wenigstens Bolzplatz-Niveau erreicht werden. Das würde reichen, um dort beispielsweise Kubb-Turniere oder andere Wettkämpfe auszutragen und auch für den Schulsport soll der Platz wieder hergerichtet werden. „Wir wollen ja alle desselbe, wir wollen, dass der Sportplatz erhalten bleibt für Schulsport und Vereine“, machte der stellvertretende Ortsbürgermeister Siegfried Müller (CDU) in der jüngsten Sitzung des Ortsrates noch einmal deutlich.

Neben der Pflege des Rasens sollen Weitsprunganlage und Laufbahn instandgesetzt werden. Letztere soll zumindest auf 100 Metern eine neue Oberfläche aus Ziegelmehl bekommen. Außerdem gilt es, Grünanlagen zu pflegen und auch eine Stromversorgung ist gewünscht.

Das vorhandene Beachvolleyballfeld wieder nutzen zu können, ist zwar laut Arbeitsgruppe grundsätzlich angestrebt, genießt aber zunächst nicht oberste Priorität.

Für die Instandsetzung der Anlage – auf geringstem Niveau – rechnet die Arbeitsgruppe mit Kosten von 11 550 Euro. Davon könnten 2250 Euro durch Eigenleistung und weitere 1000 Euro durch den Förderverein der Oldendorfer Grundschule aufgebracht werden. Fehlen noch 8300 Euro, die im Wesentlichen aus den Kosten für die Beschaffung eines Aufsitzrasenmähers und von Ziegelmehl bestehen.

Mit der Instandsetzung allein ist es aber nicht getan, auch die jährliche Pflege will berücksichtigt werden. Hierbei rechnet die Arbeitsgruppe mit Kosten von 3200 Euro, hauptsächlich für Benzin, Reparatur und Abschreibung des Rasenmähers. Diese könnten durch den Einsatz von privaten Mähern zwar übergangsweise auf ein Niveau von 1350 Euro reduziert werden, das wäre aber keine mittel- oder gar langfristige Lösung.

Um den Fortbestand der Anlage auch in Zukunft zu sichern, soll ein Trägerverein gegründet werden. Dadurch, rechnet sich die Arbeitsgruppe aus, könnten Mitgliedsbeiträge generiert und nach Anerkennung der Gemeinnützigkeit eine höhere Spendenbereitschaft erzeugt werden.

Die Arbeitsgruppe macht der Verwaltung den Vorschlag, dass die Pflegearbeiten in einem Dreierturnus, also Gemeinde – Verein – Verein, verteilt werden. Dies ergebe sich daraus, dass die Bolzplätze in der Gemeinde von der Verwaltung gepflegt werden, hier aber die Fläche deutlich über die, die für einen Bolzplatz nötig wäre, hinausgeht. Darüber hinaus hält die Arbeitsgruppe die Beibehaltung der Pflegepauschale im Sinne eines Schul-Sportplatzes für zwingend notwendig.

Ob die Gemeinde den Vorschlägen der Oldendorfer Arbeitsgruppe so folgen wird, muss die Politik entscheiden. Derzeit laufen noch die Beratungen zum Haushalt für das aktuelle Jahr 2017.

Als nächsten Schritt sieht Oldendorfs Ortsbürgermeister Thomas Hampe (Aktive Bürger) dann das Thema bei der Bevölkerung. Dort müsse es schließlich den nötigen Rückhalt für das Projekt geben. Vor einer breit angelegten Diskussion oder einer Bürgerversammlung haben aber zunächst die Vorschläge der Arbeitsgruppe feststehen sollen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt