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Jugendwerk Elze prüft Voraussetzungen für freie Einrichtung in Wallensen / „Bei Bedarf unterstützen wir gerne“

Gibt es eine Rettung für die Humboldt-Grundschule?

Wallensen/Elze (gök). Noch eineinhalb Jahre. Dann schließt im Sommer 2014 die Grundschule Wallensen nach dem Grundschulentwicklungskonzept der Ratsherren aus Salzhemmendorf für immer ihre Pforten. Oder doch nicht?

veröffentlicht am 15.01.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:21 Uhr

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Im vergangenen September bekamen die Politiker des Ortsrates Wallensen einen Zeitungsartikel aus dem Nachbarkreis Hildesheim in die Hände, in dem für die Region ein völlig neues Schulkonzept vorgestellt wurde. Das CJD-Gymnasium aus Elze übernimmt ab Sommer 2013 die Führung der Grundschule Adensen in der Nähe von Nordstemmen als sogenannte freie Schule. Das CJD Elze ist eine Einrichtung des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands e.V. Die Basis der Arbeit des CJD Elze ist das christliche Menschenbild, heißt es auf der Homepage. Das CJD Elze orientiert sich im täglichen Handeln und Miteinander an christlichen Werten und fördert Kinder, Jugendliche und Erwachsene unabhängig von ihrer Herkunft und Konfession.

In Adensen hat sich ein Förderverein gebildet, der das Gebäude für einen Euro von der Gemeinde Nordstemmen übernommen hat. Die Gemeinde hat sich aber vertraglich zusichern lassen, dass bei einem Weiterverkauf des Gebäudes innerhalb der nächsten 15 Jahre eine Nachzahlung fällig wird. Es ist geplant, dass ab dem Sommer zunächst mit einer ersten Klasse begonnen wird und dann Jahr für Jahr ein Jahrgang dazukommt, die Schule aber einzügig bleiben soll. Zurzeit bietet das CJD Beratungsgespräche für interessierte Eltern unter der Telefonnummer 05068/466112 an. Um ein Schulgeld werden die Eltern allerdings nicht herumkommen. Für Adensen ist ein Schulgeld in Höhe von etwa 100 Euro monatlich im Gespräch. Dort zeigt das CJD aber auch eine hohe Investitionsbereitschaft. Im Laufe der nächsten Wochen werden etwa erst mal alle Räume renoviert. Zudem wird es zunächst keine staatlichen Zuschüsse für den Schulbetrieb vom Land geben. Nach der staatlichen Genehmigung – in Adensen wird das bald erwartet – sollen staatliche Zuschüsse dann erst nach drei Jahren für die Personalkosten fließen. Laut dem Gesamtleiter des CJD Elze, Eckhard Nührig, soll die neue Grundschule keine Konkurrenz zu benachbarten Schulen darstellen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Einzugsgebiet für eine solche Schule viel größer ist. Im Bereich Braunschweig und Rostock haben wir mit dem Betrieb einer Grundschule schon sehr gute Erfahrungen gemacht.“ Es habe sich zum Beispiel herausgestellt, dass die neue KGS in Gronau eher für die KGS in Salzhemmendorf eine Konkurrenz darstelle. Beim CJD hätten sich die Anmeldezahlen nicht verändert, so dass immer noch etwa in jedem Jahrgang 100 Gymnasiasten zu finden seien. Nührig ist neben seiner Funktion als Gesamtleiter des CJD Elze auch Gesamtleiter aller CJD-Schulen in Südniedersachsen. Insgesamt betreibt der eingetragene Verein CJD deutschlandweit 50 Schulen, und wie Nührig betont, „alle erfolgreich“. In der Region unterstützt die Schule noch sechs weitere Schulen bei der Durchführung und Organisation von offenen Ganztagsschulen. „Unser Ziel ist es, in Gemeinschaft mit Kommunen blühende Schullandschaften zu erstellen und ohne Wettbewerb mit anderen Schulen zu bestehen. Wenn uns Bedarf gemeldet wird, unterstützen wir gerne“, so Nührig. Durch eine Anfrage von Verwaltungschef Clemens Pommerening aus Salzhemmendorf kam auch das erste Vorgespräch über die Grundschule Wallensen zustande.

Begleitet von Karl-Heinz Grießner (SPD) und Friedrich-Wilhelm Knust (CDU) fuhr Pommerening nach Elze und führte ein Vorgespräch. Dabei stellte sich heraus, das Nührig grundsätzlich nicht abgeneigt ist, die Grundschule Wallensen als freier Träger zu übernehmen. Im Frühjahr wird nun eine Begehung und weitere Prüfung durch das CJD an der Wallenser Grundschule stattfinden und dann die Entscheidung durch das CJD gefällt. „Bisher denken wir nur konzeptionell über Wallensen nach. Aber so eine Schule könnte das Vakuum von geschlossenen Grundschulen im ländlichen Bereich etwas füllen“, betont Nührig. CJD-Grundschulklassen sind für viele Eltern interessant. Denn unter anderem werden in den Klassen maximal 22 Schüler unterrichtet und es wird sichergestellt, dass kein Unterricht ausfällt.

Übernimmt das CJD die Grundschule Wallensen? Grundsätzlich sind die Elzer offenbar nicht abgeneigt.

Fotos: gök



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