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Erzeugung sinkt gegenüber 2008 um knapp 25 Millionen Tonnen

Geringere Ernte für EU-Bauern

Weserbergland (lpd). Die europäischen Landwirte erwarten in diesem Jahr keine schlechte Getreideernte, das Rekordniveau des vergangenen Jahres dürften sie aber deutlich verfehlen. Nach der jüngsten Prognose des EU-Dachverbandes des Getreide- und Futtermittelhandels (COCERAL) werden in diesem Jahr in der EU insgesamt rund 285,27 Millionen Tonnen Getreide geerntet. Damit würde das Vorjahresniveau um 24,9 Millionen Tonnen beziehungsweise rund acht Prozent verfehlt.

veröffentlicht am 23.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 01:41 Uhr

Ein Mähdrescher erntet das Getreide.
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Den Titel als größter EU-Getreideerzeuger dürfte nach wie vor Frankreich beanspruchen, wo mit 69,8 Millionen Tonnen nur 0,2 Prozent weniger Getreide geerntet werden soll als in 2008. Die deutschen Landwirte dürften mit schätzungsweise 47,09 Millionen Tonnen 5,9 Prozent und ihre polnischen Kollegen mit 26,82 Millionen Tonnen 1,2 Prozent weniger Getreide ernten als im Jahr zuvor. Einen deutlich stärkeren Ernterückgang erwarten die Marktexperten für Großbritannien. Während für Italien mit einem relativ moderaten Rückgang um rund 5,0 Prozent auf 18,98 Millionen Tonnen gerechnet wird, soll das Ernteergebnis in Spanien mit 16,54 Millionen Tonnen das Vorjahresniveau um 6,6 Millionen Tonnen oder 28,5 Prozent unterschreiten. Damit würde allein ein Viertel des insgesamt für die EU erwarteten Ertragsrückganges auf Spanien entfallen.

Zu den größten Erzeugern Europas zählen außerdem Rumänien mit 13,91 Millionen Tonnen sowie Ungarn. Während die Erzeugung in Rumänien gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent sinken soll, dürfte Ungarn das Ernteniveau von 2008 sogar um rund 25 Prozent unterschreiten. In allen übrigen EU-Ländern wird mit einer Getreideernte von jeweils unter 10 Millionen Tonnen gerechnet. Nur für Litauen wird mit einem leichten Ernteplus gerechnet. Fachleute führen dies auf eine europaweit deutlich geringere Anbaufläche für Getreide zurück. Sie gehen davon aus, dass die Landwirte zur diesjährigen Ernte rund 58,5 Millionen Hektar mit Getreide bestellt haben, das wären 1,4 Millionen Hektar weniger als im Jahr zuvor. Die EU-Ausschüsse der Bauernverbände und ländlichen Genossenschaften schätzen die EU-Getreidefläche sogar nur auf 57,5 Millionen Hektar. Dagegen wird von allen Organisationen der durchschnittliche Hektarertrag auf rund 49 Dezitonnen beziffert.



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