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Zufriedenheit ist für Magdalene und Hermann Kassel der Gewinn ehrenamtlicher Tätigkeit

Gemeinsames Hobby beschert ihnen Reichtum

Oldendorf (sto). Seit Jahrzehnten haben sie ein gemeinsames Hobby, das ihnen jede Menge Reichtum beschert hat. Jedoch nicht in materieller Hinsicht. Der Gewinn nämlich sind Zufriedenheit, Freude, Lebensbereicherung und die Gewissheit, Gutes getan zu haben. Magdalene und Hermann Kassel frönen dem Ehrenamt. „Niemals haben sie gefragt, was bekomme ich dafür oder was habe ich davon“, hatte Eckhard Füllberg treffend in seiner Laudatio beim Aschermittwochsempfang der Gemeinde Salzhemmendorf betont. Das Ehepaar aus Oldendorf gehörte zu den Personen, die bei der traditionellen Veranstaltung für besondere Verdienste geehrt worden waren.

veröffentlicht am 12.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:21 Uhr

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„Über diese Auszeichnung haben wir uns gefreut, aber wir sind der Meinung, dass sich jeder auf irgendeine Art und Weise einbringen sollte“, sagt Magdalene „Lene“ Kassel, die 1937 in Hannover geboren wurde. Jeder sollte ein Ehrenamt ausüben und ein Stück Verantwortung übernehmen, denn nur so funktioniere das Miteinander. Für sie und ihren Mann sei die Ausübung eines Ehrenamtes keine Arbeit, sondern eine Bereicherung und eine Befriedigung darüber, etwas bewegt zu haben. Es sei ein schönes Gefühl, helfen zu können.

Ein Blick auf die lange Liste ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten zeigt, dass sich Lene und Hermann Kassel mit vielen Ehrenämtern in die Gemeinschaft eingebracht und unzählige Stunden ihrer Freizeit geopfert haben. „Das war nur möglich, weil wir unsere ehrenamtlichen Tätigkeiten immer gegenseitig akzeptiert haben“, betont Hermann Kassel, der 1932 in Hannover geboren wurde.

Hier einige Tätigkeiten des seit 54 Jahren verheirateten Paares, das zwei Kinder und drei Enkelkinder hat. 35 Jahre war Magdalene Kassel die Vorsitzende des Frauenchores Oldendorf und 16 Jahre Schriftführerin im Sängerbezirk Saaletal. Dem Rat des Fleckens gehörte sie 15 Jahre an. Auch war sie tätig in verschiedenen Ausschüssen und im Ortsrat Oldendorf. Als Jugendschöffin nahm sie acht Jahre an Verhandlungen vor dem Landgericht Hannover teil und einige Jahre fungierte sie als Schöffin beim Amtsgericht Hameln. Auch war sie einige Jahre im Vorstand des CDU-Gemeindeverbands Salzhemmendorf tätig, und sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Vereins für Grenzbeziehung und Heimatpflege Oldendorf.

Darüber hinaus hat Magdalene Kassel viele Jahre zwei Frauen betreut, deren Vormund sie gewesen ist. Für die Aktion „Kinder in Not“ sammelte sie Spielzeug und Kleidung und für zwei Mädchen in Sanaa (Jemen) finanzierte sie einen dreijährigen Sprachkurs in British Council. In Oldendorf übernahm sie Schularbeitenhilfe bei drei Kindern aus einer türkischen und einer portugiesischen Familie. „Ich habe sie durch die Grundschule bis zur weiterführenden Schule begleitet“, erzählt Magdalene Kassel. Obwohl die Kinder längst erwachsen seien, bestehen immer noch Kontakte. Und noch immer ist Magdalene Kassel tätig in der Bürgerhilfe Salzhemmendorf, wo sie in der Kleiderkammer arbeitet. Auch sammelt sie noch Brillen für Menschen in Afrika.

Die Tätigkeitsliste ihres Mannes ist ebenso ausgiebig. So hat Hermann Kassel fungiert als Schriftführer im TSV Benstorf-Oldendorf, im Männergesangverein und in der Freiwilligen Feuerwehr Oldendorf. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Vereins für Grenzbeziehung und Heimatpflege, fungierte dort als Kassenführer und hat ein Buch herausgebracht mit dem Titel „40 Jahre Grenzbeziehung in Oldendorf“. Wie seine Frau hat Hermann Kassel darüber hinaus mitgewirkt im Gremium „Unser Dorf hat Zukunft“. Er war Mitglied im Ortsrat Oldendorf und einige Jahre Ortsbürgermeister beziehungsweise stellvertretender Ortsbürgermeister. Auch fungierte der Postbetriebsleiter als Schiedsmann im Flecken Salzhemmendorf, und er war Schöffe am Landgericht Hannover und am Amtsgericht Hameln sowie Schriftführer im Deutschen Postverband. Seit 1995 tätigt er schriftliche Arbeiten für den CDU-Gemeindeverband.

„Um Ämter bemüht habe ich mich nie. Das hat sich einfach so ergeben“, blickt Hermann Kassel zurück. Er bereue keine Stunde seiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Seine Frau nickt. „Wir haben viel gegeben, aber auch viel zurückbekommen“, sagt Lene Kassel. Das seien Geschenke für Herz und Seele, aber auch materielle Geschenke gewesen. Beispielsweise einige Handarbeiten aus dem Jemen.

Immer mal wieder blättern Hermann und Magdalene Kassel in dem Buch „40 Jahre Grenzbeziehung in Oldendorf“.Foto: sto



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