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Gemeindewandertag bringt 300 auf Tour

Salzhemmendorf (gro). Nein, das Nacktwandern, wie es zurzeit im Süntel praktiziert wird, ist nicht ihr Ding. „Das ist mir viel zu kalt“, sagt Gisela Dorsch und erntet dafür schallendes Gelächter ihrer Gruppe. Immerhin ist die Dame 81 Jahre alt. Die Hamelnerin ist eine von über 300 Wanderern und eine der ältesten Teilnehmer beim 5. Gemeindewandertag, zu dem der Flecken Salzhemmendorf eingeladen hatte.

veröffentlicht am 01.09.2009 um 14:40 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 23:21 Uhr

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Salzhemmendorf (gro). Nein, das Nacktwandern, wie es zurzeit im Süntel praktiziert wird, ist nicht ihr Ding. „Das ist mir viel zu kalt“, sagt Gisela Dorsch und erntet dafür schallendes Gelächter ihrer Gruppe. Immerhin ist die Dame 81 Jahre alt. Die Hamelnerin ist eine von über 300 Wanderern und eine der ältesten Teilnehmer beim 5. Gemeindewandertag, zu dem der Flecken Salzhemmendorf eingeladen hatte. „Nicht ihr Ding“ sei auch das Nordic Walking. Sie selbst ist im vergangenen Jahr auch ohne diese Modeerscheinungen stolze 490 Kilometer gewandert – und da müsse man „eben auch hier dabei sein, schließlich hält Wandern fit“.
 Gestartet ist die Wandergruppe um 9.30 Uhr in Oldendorf mit 20 Teilnehmern mit Erika Rasch in Richtung Ahrenfeld. Dort schlossen sich weitere 13 Wanderlustige an und gemeinsam, unter der Leitung von Friedrich Winter, ging es weiter in Richtung Thüster Berg. Winter werde das schon machen, denn „der ist ein ganz alter Hase und kennt den Thüster Berg wie kein anderer“, erklärte Erika Rasch den Wanderern aus Hildesheim, Hameln, sowie dem Gemeindegebiet. Abwechslungsreich sei der Weg durch die Buchenwälder des Thüster Berges und es gebe dort nur gut ausgebaute Wege, so Winter.
 Allerdings müssen die Wanderer von Ahrenfeld auf 150 Metern über dem Meeresspiegel erst einmal den Kamm auf 440 Metern Höhe erklimmen. Über einen Feldweg geht es zum Wald. Als Stützen haben manche Nordic-Walking-Stöcke dabei. Was allen aber gemein ist: festes Schuhwerk.
 Vorbei an alten, mächtigen Buchen am Wegesrand schlängelt sich der Wanderweg hinauf. In den eineinhalb Stunden bis zum „Wildfeld-Platz“ gibt es reichlich Gesprächsstoff, natürlich auch über das Wandern. Julia Homann aus Oldendorf begleitet ihren Vater. Für sie ist Wandern etwas ganz Normales. Bis zu dreimal wöchentlich geht sie walken. Seike Appold begleitet ihre Eltern – und zwar freiwillig, schon wie im letzten Jahr. „Da bin ich auch ganz stolz drauf“, sagt Vater Karsten Appold, „denn sie ist erst elf Jahre alt“.
 Einen kurzen Zwischenstopp macht die Gruppe auf dem Kamm und stärkt sich dort mit Apfelkuchen, den Erika Rasch gebacken hat. Hier erhält Seike Appold als jüngste Teilnehmerin auch das silberne Abzeichen „Oska, das Eichhörnchen“ und eine Freikarte für vier Personen in das Rastiland. Nach der Kaffeepause geht es, nun nur noch bergab, in Richtung Wallensen,
 Hier angekommen, wird Bilanz gezogen. „Es lief gut und keiner ist verloren gegangen“, sagt Winter. Erika Rasch ergänzt: „Ein toller Erfolg für uns. Es scheint sich rumgesprochen zu haben, dass wir hier am Thüster Berg eine einzigartige Natur haben und eine wunderschöne Landschaft, die man erwandern kann.“
 „Das war ein ganz großer Erfolg“, meint auch Lutz Jaenicke als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Heimat- und Verkehrsvereine des Fleckens Salzhemmendorf. Eine Radtour durch das Saaletal und fünf geführte Wanderungen, von Oldendorf, Osterwald, Lauenstein, Salzhemmendorf und durch das Weenzer Bruch führten sternförmig auf Wallensen zu. Mit einem gemeinsamen Mittagessen und geselligen Beisammensein findet der Wandertag auf dem Kirchplatz seinen würdigen Abschluss. Musikalisch umrahmt durch die Jagdhornbläser aus Salzhemmendorf und den Männergesangverein Wallensen.
 Auch Gisela Dorsch hat es viel Spaß gemacht. Ein bisschen anstrengend war es am Ende allerdings doch für die 81-Jährige – „weil manche junge Leute eben zu schnell gehen“, sagt die Hamelnerin.



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