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Rudolf-Hartung-Stiftung bezuschusst Sanierung

Geld für Dorfgemeinschaftshaus statt Seniorenfahrt

Osterwald. In diesem Jahr entfällt die von der Rudolf-Hartung-Stiftung finanzierte Seniorenfahrt, die seit 1981 regelmäßig aus den Zinserträgen des Stammkapitals ermöglicht wird. Aus aktuellem Anlass sollen stattdessen dringend erforderliche Arbeiten im Dorfgemeinschaftshaus bezuschusst werden.

veröffentlicht am 26.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 10:21 Uhr

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Es sei unmöglich, beides zu finanzieren, denn das überstiege das Budget, da allein für die Seniorenfahrt der Zinsertrag fast schon aufgebraucht werde. „Laut des in der Satzung verankerten Stiftungszwecks müssen wir aber auch Geld für die Jugendarbeit zur Verfügung stellen“, betont Walter Kramer, Geschäftsführer der Stiftung. Für 400 000 Euro Stammkapital habe es vor einigen Jahren noch durchschnittlich 3,5 bis 4 Prozent Zinsen gegeben. Mittlerweile gebe es weniger als die Hälfte. Das Stammkapital sei unantastbar. Um den Stiftungszweck zu erfüllen, Jugendlichen und Senioren gleichermaßen gerecht zu werden, soll der Ertrag nun für den Rückbau der Säulen im Dorfgemeinschaftshaus sowie zur Erneuerung der dortigen Küche verwendet werden. „Das Dorfgemeinschaftshaus ist eine Begegnungsstätte für Alt und Jung und wird von nahezu allen Altersstufen genutzt“, sagt Kramer. Ein voraussichtlich im Spätherbst dieses Jahres geplanter Tag der offenen Tür soll dafür mit einem Seniorennachmittag verbunden werden – als kleiner Ersatz für die in diesem Jahr aus Kostengründen gestrichene Busfahrt.

Die jährlichen Seniorenfahrten mit immer vier Bussen und etwa 170 Teilnehmern kosten je nach Gestaltung jährlich zwischen 5000 und 7000 Euro. „Im Laufe der Zeit sind sie immer teurer geworden“, sagt der Geschäftsführer der Rudolf-Hartung-Stiftung. Ob im kommenden Jahr eine Fahrt für die Senioren stattfinden werde, hänge von der Zinsentwicklung und der Kassenlage ab. Im Jahr 2010 war die Fahrt schon einmal ausgesetzt worden, um das Buch „Osterwald 1585–2010“ finanzieren zu können. Das Buch war damals anlässlich des 425-jährigen Jubiläums des Dorfes herausgebracht und an alle Senioren und Jugendlichen kostenlos verteilt worden.

Rudolf Hartung war ein Industrieller aus Hannover, der Firmen zur Produktion von Verbandsmitteln, Binden und Pflastern besaß. Seit Ende der 1950er Jahre hatte er seinen Wohnsitz in Osterwald „Unter den Tannen 3“. Im Juli 1969 verstarb Hartung. Einen Teil seines Vermögens hatte er in Form von Immobilien, Wertpapieren und Bargeld der damals noch selbstständigen Gemeinde Osterwald vererbt. Die nach ihm benannte Stiftung wurde 1977 ins Leben gerufen. Geschäftsführer bis 1982 war Heinz Brand. Sein Nachfolger Walter Kramer hat das Amt bis heute inne.sto



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