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Zahl der Übernachtungen im Naturfreundehaus steigt auf 14 000 / Immer mehr Familien unter den Gästen

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LAUENSTEIN. Laut einer Bilanz ist die Zahl der Übernachtungen im Flecken Salzhemmendorf leicht rückläufig. Anders sieht die Bilanz in der Jugendbegegnungsstätte „Naturfreundehaus“ aus. „Im Vergleich zu 2015 lag die Zahl der Übernachtungen 2016 um etwa zehn Prozent höher“, bilanziert Bernd Golembek.

veröffentlicht am 29.01.2017 um 13:41 Uhr

Das Naturfreundehaus erfreut sich immer größerer Beliebtheit – auch bei Schulklassen. Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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2016 seien nahezu 14 000 Übernachtungen registriert worden, berichtet der erste Vorsitzende des Betreibervereins „Naturfreunde Lauensten“.

Enthalten in der Summe sind Übernachtungen im Haus, in den fünf Blockhütten, in der Ferienwohnung und auf dem Zeltplatz. Die Gäste kommen unter anderem aus dem gesamten Weserbergland, aus Hannover, aus Hamburg und Berlin. Während der Sommermonate ist das Haus meist ausgebucht. Hinzu kommen noch 1550 Tagesgäste, das sind unter anderem Seminarteilnehmer und Wanderer.

Schulklassen liegen bei der Buchung im Haus weit vorn. Aber auch Kinder- und Kirchengruppen, Sportvereine, Sportgruppen, Musikgruppen, Seminargäste und Familien gehören dazu, um nur einige zu nennen. Ebenfalls genutzt von Schulklassen, Kindergärten, Sportgruppen und Familien wird der 5000 Quadratmeter große Zeltplatz, der auch für das Zeltlager im Rahmen von Ferienpassaktionen beliebt ist. „Erwähnenswert ist außerdem noch, dass unsere sämtlichen Quartiere immer mehr von Familien genutzt werden.“, betont Klaus-Werner Golembek.

Nicht nur im Haus kann übernachtet werden, auch Blockhütten stehen zur Verfügung. Foto: sto

Gründe für den Aufwärtstrend sieht der Hausreferent zum einen in dem großen Freizeitangebot, das die Region zu bieten hat: das Rasti-Land, die Freibäder im Flecken Salzhemmendorf, die Ith-Sole-Therme in Salzhemmendorf, die Minigolfanlage im Naturerlebnisbad Lauenstein, das Besucherbergwerk Osterwald, die Freilichtbühne Osterwald, das Wisentgehege in Springe und die nahen Städte. Ein weiterer Aspekt sei die schöne Landschaft, die für Wanderungen wie geschaffen sei. Aber auch das hauseigene Freizeitangebot spiele eine große Rolle. Der Hochseilgarten, die große Spielwiese, der Bolzplatz, die Volleyballanlage, die vom Haus organisierten Lagerfeuer mit Stockbrot braten, der Naturerlebnispfad und die geführten Wanderungen, um nur einiges zu nennen.

„In diesem Jahr möchten wir das hauseigene Angebot mit Bogenschießen und Geocaching erweitern“, macht Klaus-Werner Golembek aufmerksam. Zur Durchführung werden junge Leute als Übungsleiter gesucht. Interessenten können sich bei Heimleiter Michael Kämmerer unter der Rufnummer 05153/6474 melden. Durch die neuen Angebote erhofft sich der Verein einen Zuwachs an Jugendlichen.

Der dritte Aspekt für den Aufwärtstrend wird in der Organisation des Aufenthalts gesehen. „Viele Gäste, auch Betreuer und Lehrer, möchten, dass wir ihnen ein Freizeitpaket zusammenstellen“, erläutert Klaus-Werner Golembek. An diesem Leitfaden orientieren sich die Touristen dann während ihres Aufenthalts. Manche Aktionen werden für die Gäste im Vorfeld auch fest terminiert, und sogar Sportplätze werden gebucht vom Haus. Um all die Wünsche der Besucher schnell und unbürokratisch erfüllen zu können, arbeitet der Verein deshalb eng mit den örtlichen Anbietern zusammen – ein Gewinn für alle Beteiligten.

Die Jugendbegegnungsstätte „Naturfreundehaus“, die es seit 1955 gibt, stand bis vor wenigen Jahren noch in der Verantwortung und Verwaltung des Landkreises Hameln-Pyrmont. Seit 2015 aber ist der Naturfreundeverein, Ortsgruppe Lauenstein, für den Betrieb allein zuständig, erhält vom Landkreis aber immer noch einen festen Zuschuss. Bemerkenswert: Sämtliche Verantwortung und die damit verbundenen unzähligen Aufgaben erledigt der Vorstand ehrenamtlich – in Zusammenarbeit mit dem fest angestellten Heimleiter Michael Kämmerer. „Im Haus sind insgesamt zehn Angestellte beschäftigt. Da kann man schon von einem Kleinbetrieb sprechen“, konstatiert Bernd Golembek. Hinzu komme die übliche Vereinsarbeit, die es in jedem Verein gebe.

Auch die Aufgaben im Verein seien in letzter Zeit gewachsen. Das Ehrenamt spiele eine immer größere Rolle. Sanierungs- und Pflegemaßnahmen werden nahezu in Eigenleistung erbracht. Im vorigen Jahr wurde beispielsweise ein neues Waschhaus gebaut. „In Eigenleistung von selbst erbrachten Handwerksleistungen in Höhe von 40 000 Euro“, bilanziert Klaus-Werner Golembek. In diesem Jahr erhält das Haus neue Fenster.

Aufwärts geht es auch mit der Mitgliederzahl im Verein. Waren es vor fünf Jahren noch 150 Mitglieder, ist die Zahl mittlerweile auf 210 angestiegen. „Die Geselligkeit pflegen wir mit vielen Veranstaltungen und Aktivitäten“, betont Bernd Golembek. Die nächste größere Veranstaltung ist geplant für Samstag, 19. August. Dann nämlich wird das 70-jährige Bestehen des Vereins gefeiert, und zwar mit einem „Tag der offenen Tür“. „Es gibt nämlich immer noch Leute, sogar in Lauenstein, die noch nie etwas vom Naturfreundehaus gehört haben“, betont Michael Kämmerer. Und das, obwohl im Haus sogar Familienfeiern möglich sind und ein Catering außer Haus angeboten wird – auch vegetarisch.



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