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Gauck: Endlich mal kein Klagen und Jammern

Salzhemmendorf (sto). Dr. Joachim Gauck als Gastredner der mit Zahlen gespickten Generalversammlung der Volksbank am Ith, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert – den Besuchern in der rappelvollen Sporthalle wurde ein unterhaltsames Kontrastprogramm geboten, das trotz unterschiedlichen Charakters miteinander harmonierte. Denn: Die Bank bilanzierte über das abgelaufene Geschäftsjahr, der Politiker, Publizist, evangelische Theologe und Vorsitzende des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ zog Bilanz aus seinem Leben und den Jahren in Freiheit, die ihm, den Ostdeutschen, nach dem Mauerfall beschert worden war.

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Salzhemmendorf (sto). Dr. Joachim Gauck als Gastredner der mit Zahlen gespickten Generalversammlung der Volksbank am Ith, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert – den Besuchern in der rappelvollen Sporthalle wurde ein unterhaltsames Kontrastprogramm geboten, das trotz unterschiedlichen Charakters miteinander harmonierte. Denn: Die Bank bilanzierte über das abgelaufene Geschäftsjahr, der Politiker, Publizist, evangelische Theologe und Vorsitzende des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ zog Bilanz aus seinem Leben und den Jahren in Freiheit, die ihm, den Ostdeutschen, nach dem Mauerfall beschert worden war.
Zunächst aber die eher trockene Materie. Die Bilanzsumme der Volksbank ist im Jahr 2010 um 2,6 Prozent auf 147 Millionen Euro gestiegen. „Wir haben den Stresstest der Rezession mit Bravour überstanden“, betonte Holger Schech, Vorstand der Volksbank am Ith.

Lebhaft referierte der 1940 in Rostock geborene Träger des Ludwig-Börne-Preises über Freiheit, Verantwortung und Gemeinsinn. Gauck, der 2010 mit seiner Nominierung und Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten großes Aufsehen erregt hatte, nahm die Zuhörer mit auf eine Reise voller Erinnerungen, die er in seinem Buch „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“ literarisch verarbeitet hat. Vorweg zeigte er sich erstaunt über die positive Bilanz der Volksbank am Ith. „Endlich mal kein Klagen und Jammern. Bin ich überhaupt in Deutschland?“, fragte er humorvoll. Er sei zornig über das ewige Klagen der Deutschen, denn nie sei es diesem Land so gut gegangen wie jetzt. Leider sei in der Gesellschaft eine Haltung des Verdrusses eingetreten. Dabei habe dieses Land doch etwas außerordentlich Kostbares - nämlich die Freiheit.

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