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Natur-Konzert rund um Ockensen

Gang mit Klang: Natur-Konzert rund um Ockensen

OCKENSEN. Im großen Raum des Scheunencafé herrscht Gedränge. Probenpause für mehr aus 60 Studierende des Chors der Leibniz Universität Hannover. Das zweite „Wandelkonzert“ des Universitätschors findet an fünf Stationen in und um Ockensen herum statt.

veröffentlicht am 17.09.2018 um 15:26 Uhr
aktualisiert am 17.09.2018 um 17:00 Uhr

Der Chor begleitet sich selbst auf der „Glasharfe“ – am Wasserbaum von Ockensen frisch gefüllten Gefäßen. Dies war der Höhepunkt des Konzertes an fünf Stationen im und am Ort. Foto: eaw
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Ernst August Wolf Reporter
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„Gang & Klang – zwischen Melodie und Metapher“ hat es die musikalische Leiterin Tabea Fischle das Chor-Spektakel benannt. Der Bildhauer Burkhard Bösterling vom Verein Dorfkultur hat die jungen Sängerinnen und Sänger nach Ockensen geholt. „Eine herrliche Symbiose von Natur und Kunst“, schwärmt der 70-Jährige.

Im Hofcafé, auf einer Obstwiese am Waldrand, am Naturdenkmal des Wasserbaums, in der örtlichen Kapelle und zum Schluss im Garten des Hofcafés präsentiert der Chor eine Vielzahl unterschiedlicher Kompositionen. „Das ist geistliche und weltliche Musik aus Polen, der Ukraine, England, Indonesien, dem Iran und Litauen“, erklärt Felix Derksen, der Assistent der Chorleitung. Auch Lars Baier (48), Förderschullehrer aus Hannover-Buchholz, schätzt vor allem „das sehr hohe Niveau und die musikalische Herausforderung“ des Projekts. „Und für eine angestrengte Lehrerstimme ist das Singen ohnehin ein guter Ausgleich.“

In einer langen Prozession ziehen die Sänger dann von Station zu Station durch die Ockensener Feldmark. Am spektakulärsten ist dabei der 15-minütige Auftritt am plätschernden Wasserbaum. Hier füllen die Biologiestudentin Sophie, die angehende Physikerin Ramona und die Studentin der Sonderschulpädagogik Maria zusammen mit helfenden Kommilitonen bauchige Gläser mit Wasser. So entsteht eine „Glasharfe“, die die rund um den Wasserbaum gruppierten Sänger dann, dirigiert von Tabea Fischle, zur Begleitung ihres Gesangs spielen. Der Gesang, das Plätschern des Wasserbaums, und die Glasharfenklänge mischen sich zusammen mit den vom hannoverschen Poetry-Slammer Tobi Kunze lustvoll gelesenen, reich beklatschten Texten zu einem einzigartigen Klang- und Konzerterlebnis. „Melodie und Metapher wirken hier auf eine sehr originelle und ansprechende Weise zusammen“, stellt auch Burkhard Bösterling begeistert fest.

Seit mehr als 60 Jahren existiert der hannoversche Universitätschor. In ihm können nicht nur Studierende, sondern auch Ehemalige und andere Berufsgruppen mitwirken. „Die Altersspanne reicht von 20 bis über 60“, berichtet Felix Derksen. Dann packen die Akteure wieder alles ein und ziehen in einer langen Schlange gemächlich den Ithhang hinab in Richtung Ockensener Kapelle. Beim Gehen werden die Stücke und Inszenierung besprochen. „Das ist mal ein völlig anderes Chor- und Konzertgefühl“, stellt auch die 21-jährige Germanistikstudentin Pia Zwingmann aus Hannover fest. „Geselligkeit, Spaß und anspruchsvolle Chormusik Open Air in der Natur – das ist wirklich ein außergewöhnliches Erlebnis.“



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