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UWG sieht für Coppenbrügge das finanzielle Ende kommen

Fusion mit Salzhemmendorf als Ausweg?

Coppenbrügge. „Wenn es so weitergeht, ist der Flecken Coppenbrügge in vier bis fünf Jahren pleite“, sagt Klaus-Dieter Dohme. Der Vorsitzende der UWG-FC befürchtet, die Gemeinde könnte im Fall ihres „Zusammenbruchs“ ihre kommunale Selbstverwaltung verlieren und unter Zwangsverwaltung gestellt werden.

veröffentlicht am 30.10.2015 um 18:58 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Die Zielvorgaben des Landes für Kommunen, in den kommenden zwei Jahren eine Summe von jeweils 100 000 Euro und ab 2018 dann einen Betrag von 230 000 Euro einzusparen, sind nach Meinung des UWG-Vorsitzenden nicht ausreichend. Außerdem müssten die Bürger durch die Maßnahme mit Erhöhungen von Steuern und Abgaben rechnen, denn die Gemeinde plane die Anhebung der Grund-, der Gewerbe- und der Abwassersteuer. Einsparungen hingegen, die keinem wehtun würden, könnten erreicht werden, würde Coppenbrügge mit anderen Kommunen, in erster Linie mit Salzhemmendorf, fusionieren, so Dohme. „Diese Zusammenlegung beider Verwaltungen würde Einsparungen von 24 Prozent bringen“, bilanziert Dohme in der Versammlung der Wählergemeinschaft. Warum zwei Bürgermeister und zwei Verwaltungsapparate, wenn eine Verwaltung ausreiche? Schon längst hätte eine Fusion erfolgen müssen. Es sei nicht das erste Mal, das die UWG öffentlich für eine Zusammenlegung plädiere. Bislang sei der Vorschlag jedoch auf wenig Gegenliebe bei den anderen Parteien und Fraktionen gestoßen.

Ebenfalls sei der Vorschlag der UWG, jungen Familien kostengünstig leer stehende Immobilien zur Verfügung zu stellen, bislang auf keine Resonanz gestoßen. „Das ist sehr bedauerlich“, unterstreicht Dohme. Die leer stehenden Gebäude würden wieder mit Leben erfüllt und jungen Familien würden Anreize gegeben, sich in Coppenbrügge niederzulassen. Im Hinblick auf den demografischen Wandel wäre dies das Beste, was einer Kommune passieren könne.

Dohme bedauert, dass Vorschläge und Argumente der UWG von den Fraktionen im Coppenbrügger Gemeinderat „abgebügelt“ würden und denen, die sich der UWG-Meinung anschlössen, ein Fraktionszwang auferlegt werde. Insbesondere handele es sich dabei um die CDU. „Allen voran um Torsten Kellner, den Fraktionsvorsitzenden“, betont der UWG-Vorsitzende. Die vor 14 Jahren gegründete Wählergemeinschaft habe sich deshalb das Ziel gesetzt, eine Fraktion zu gründen, um in der Kommunalpolitik von Coppenbrügge eine Vermittlerrolle zu übernehmen. Derzeit gehören der UWG 60 Mitglieder an, bei der Gründung vor 14 Jahren seien es 23 gewesen.

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Auch Willi Gehring bedauert, dass das Engagement der Freien Wähler „abgebügelt“ werde. „Bestes Beispiel ist unsere Geldbeschaffungsmaßnahme für die Sanierung des Kriegerdenkmals Dörpe“, so der UWG-Mann. Als er Sponsoren gefunden habe, die sich an der Finanzierung zur Sanierung des Denkmals hätten beteiligen wollen, sei ihm gesagt worden, es sei schon genügend Geld vorhanden. Wäre die Aktion von einer anderen Partei initiiert worden, hätte man das Geld wahrscheinlich mit Handkuss genommen, mutmaßt die Wählergemeinschaft.

Klaus-Dieter Dohme, Vorsitzender der UWG-FC, hält eine Fusion der Gemeinden Coppenbrügge und Salzhemmendorf für überfällig.

Dana

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