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Im Streit: Etablierte Parteien und Aktive

Füllberg: „Ich bin doch kein Alleinherrscher“

Oldendorf (sto). Nach der Kommunalwahl war der Ärger riesengroß: In der konstituierenden Sitzung des Ortsrats Oldendorf hatte die Wiederwahl von Eckhard Füllberg zum Ortsbürgermeister vor allem bei den Aktiven Empörung ausgelöst – schließlich hatten ja sie die meisten Wählerstimmen erhalten. Die Zusammenarbeit der „etablierten“ Parteien und der Aktiven gestaltete sich nach diesem Start schwierig.

veröffentlicht am 28.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:41 Uhr

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Und so richtig „zusammengerauft“ hat sich das Gremium immer noch nicht, wie in der jüngsten Sitzung zu erkennen war. Diskussionen über Themen der Tagesordnung zogen sich lange hin. Den Grund sehen die Aktiven Bürger darin, dass Inhalte der Ortsratssitzungen im Vorfeld nicht abgestimmt und Absprachen nicht eingehalten werden. „Unsere Beurteilung der Zusammenarbeit fällt ernüchternd aus, sie findet nämlich nicht statt“, betont Christoph Strüver (Aktive Bürger) auf Anfrage.

Es werde stattdessen versucht, „unter sich zu bleiben“ und die Aktiven Bürger nicht mit einzubeziehen. Auch eine Zusammenarbeit auf Gemeindeebene gebe es nicht. Themen und Inhalte würden gemeinsam von Mehrheitsgruppe und Verwaltung bestimmt. Dass es keine Zusammenarbeit gibt, sieht Eckhard Füllberg nicht so.

„In einem Ortsrat kann nur gemeinsam etwas bewegt werden“, betont der Ortsbürgermeister. Er sei „doch kein Alleinherrscher“, sondern immer bereit, mit allen zu sprechen. Trotz aller Diskrepanzen und Diskussionen hat der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung auf Antrag der Aktiven Bürger eine Prioritätenliste verabschiedet.

Aufgelistet hatten die Aktiven rund 35 Mängel. „So eine umfangreiche Liste könnte jeder Ort abgeben, denn in allen Ortsteilen Salzhemmendorfs gibt es kaputte Straßen“, betonte Helmut Schmiedekind (Grüne).

So viele Punkte hätten wenig Sinn, weil es noch eine alte Liste gebe, die noch nicht vollständig abgearbeitet worden sei. Konrad Grimpe (BWG) schlug vor, nur die Mängel aufzulisten, die am dringendsten behoben werden müssten.

Diesem Vorschlag wurde von den Aktiven Bürgern widersprochen. „Wir müssen ein Zeichen setzen und aufzeigen, dass es wesentlich mehr als nur drei oder vier marode Straßen gibt“, betonte Thomas Hampe. Nach eingehender Diskussion einigte man sich darauf, die Prioritäten selbst festzulegen. Vorrang sollen demnach die Bereiche „Auf der Hube“, „Dorfstraße“, „Hagenstraße“, die Kreuzung „Dorfstraße/Hagenstraße“ und „Wilhelm-Bonin-Straße“ erhalten. Hinzu kommen einige Bürgersteige, Bordsteinkanten und Fahrbahnmarkierungen.

„Die in dieser Sitzung festgesetzten Prioritäten decken sich mit denen, über die ich im Vorfeld mit der Verwaltung gesprochen hatte“, betont der Ortsbürgermeister. Alle Ortsbürgermeister waren von der Verwaltung aufgefordert worden, Prioritätenlisten aufzustellen.



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