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Zuschuss für Grundschule möglich

Fördert der Bund den Brandschutz?

COPPENBRÜGGE. Der größte finanzielle Brocken des Coppenbrügger Haushaltes 2017 sind Brandschutzmaßnahmen in der Grundschule Bisperode. Wie Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka jetzt mitgeteilt hat, hofft man dafür im Flecken auf Mittel aus dem Fördertopf KIP II.

veröffentlicht am 07.08.2017 um 16:15 Uhr
aktualisiert am 07.08.2017 um 20:00 Uhr

Bei der Umsetzung der Brandschutzmaßnahme an der Grundschule Bisperode (Foto) sollen für die Schüler im Falle eines Feuers neu ausgeschilderte Fluchtmöglichkeiten geschaffen werden. Foto: dana
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Mit diesem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz fördert der Bund Investitionen finanzschwacher Kommunen in den Ländern mit insgesamt 3,5 Mrd. Euro über einen Zeitraum von 5,5 Jahren bis Ende 2020. Die vom Bund verwendeten Verteilkriterien Einwohnerzahl, Arbeitslose und Kassenkredite bilden auf eine einfache, aber plausible und finanzwirtschaftlich nachvollziehbare Weise die Grundlage der Verteilung; sowohl vom Bund auf die Länder als auch vom Land auf die Kommunen. Sie sorgen dafür, dass stark finanz- oder strukturschwache Kommunen auch stark überproportional am Programm partizipieren.

Die nach diesen Kriterien für Niedersachsen zur Verfügung stehenden 327,5 Mio. Euro werden durch das Niedersächsische Kommunalinvestitionsförderungsgesetz bereitgestellt. Dieses Gesetz ist bereits 2015 in Kraft getreten. Der Flecken Coppenbrügge hat seinen Antrag beim Ministerium für Inneres und Sport eingereicht. Was mit welchen Anteilen aus diesem Fördertopf fließen wird, steht laut Peschka noch nicht fest. Theoretisch ist nach KIP II ein Zuschuss von bis zu 95 Prozent möglich.

Zwei Grundschulen unterhält die Kommune – in Coppenbrügge und in Bisperode. Beide Gebäudekomplexe sind jeweils rund ein halbes Jahrhundert alt. Während die Schule Coppenbrügge mit umfangreicher Dacherneuerung bereits in den Vorjahren einen Sanierungsschub erhalten hat, stehen in Bisperode nach der Innenraumplanung in diesem bis zum kommenden Jahr umfangreiche Brandschutzsanierungen an. Hierfür sind insgesamt rund 700 000 Euro veranschlagt. Bei der Umsetzung der Brandschutzmaßnahme sollen für die Schüler im Falle eines Feuers neu ausgeschilderte Fluchtmöglichkeiten geschaffen werden. Bei der Innenraumplanung müssen Fluchttüren eingebaut, brennbare Holzteile in den Treppenfluren entfernt und die Elektroanlage muss brandsicher erneuert und werden. Darüber hinaus benötigen die Flure, die als Rettungskorridore dienen, eine spezielle Brandschutzdecke, die einem Feuer 90 Minuten lang standhalten kann, um eine mögliche Evakuierung zu ermöglichen.

Am Kindergarten „Peter und Paul“ in Bisperode ist zudem eine Erweiterung vorgesehen. Laut dem ersten Entwurf ist ein Anbau im Eingangsbereich des Kindergartens möglich. Dadurch könnten bis 2019 ein neuer Gruppenraum sowie eine Mensa entstehen.

Die geplanten Kosten für die Brandschutzmaßnahmen an der Grundschule Bisperode und den Anbau am danebenliegenden Kindergarten belaufen sich nach den aktuellen Kalkulationen insgesamt auf 1,7 Millionen Euro. Für die notwendigen Großinvestitionen hat der Flecken keine Rücklagen. Die Maßnahme soll daher in Bauabschnitte auf zwei Jahre aufgeteilt werden.



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