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Rückgang der Exporte schafft Druck am Markt

Finanzmarktkrise erreicht Schweinehalter

Weserbergland (lpd). Schweinehalter müssen sich vorerst weiter mit trüben Aussichten am Markt abfinden: Die weltweite Finanzmarktkrise ist nach Angaben des Landvolks Niedersachsen auch bei ihnen angekommen. Nach kurzem Zwischenhoch im vergangenen Herbst sind die Erlöse der Mäster mit 1,35 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht in der Handelsklasse E nun wieder auf ein längst nicht mehr kostendeckendes Niveau gefallen. Grund ist die starke Ausdehnung der Schweinefleischerzeugung in Deutschland in den vergangenen Jahren. Die zusätzliche Produktion übersteigt mittlerweile den Eigenbedarf und muss exportiert werden. Die Exporte haben sich in den vergangenen Jahren erfreulich entwickelt; deutsche Schweinefleischprodukte werden wegen ihrer Qualität in über 100 Ländern rund um den Globus geschätzt. Doch den Hauptabnehmern in Osteuropa, insbesondere Russland, fehlt derzeit das Geld; die Exporte dorthin sind massiv zurückgegangen. Auch auf dem heimischen Markt spüren die Schweinehalter eine beginnende Zurückhaltung der Verbraucher, die weniger Fleisch einkaufen. Auch für die kommenden Jahre rechnen Marktfachleute in Deutschland aufgrund der Bevölkerungsentwicklung und veränderter Verzehrgewohnheiten im Gegensatz zur übrigen EU mit einem rückläufigen Bedarf. Dennoch werden die mittelfristigen Perspektiven positiv eingeschätzt.

veröffentlicht am 12.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 11:21 Uhr

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Verdrängungswettbewerb bei den Ferkelerzeugern

Im weiteren Verlauf dieses Jahres dürfte die Schweinefleischerzeugung in den Ländern der Gemeinschaft deutlich sinken und damit den Druck vom Markt nehmen. Zudem wird die meist stark rückständige Schweineproduktion in Osteuropa voraussichtlich erheblich schrumpfen, Osteuropa wird damit die Produktionszuwächse in Deutschland auffangen. Schlechter sind die Aussichten für die Ferkelerzeuger. In ganz Nordwesteuropa hat ein massiver Verdrängungswettbewerb eingesetzt.



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