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Stundenlanger Löscheinsatz am Mühlenkamp / Flammen lodern erneut auf

Feuer in Tischlerei

Coppenbrügge. „Gerade jetzt, wo alles so eng ist, gerade wo wir viel zu tun haben“, klagt Günter Weibke. Der Inhaber der Firma „Roweco Holzverarbeitung“ steht mit vollgestaubter Kleidung zwischen den vielen Feuerwehrleuten, gibt mit seiner Ortskenntnis Rat und packt mit an. Die Männer sind dabei, einen Brand im Spänebunker seiner Tischlerei zu bekämpfen. Das Silo würde 80 Kubikmeter Holzstaub und Späne aufnehmen können, so Weibke. Jetzt, zum Ende des Winters, wäre es noch fast halb voll, ist zu erfahren.

veröffentlicht am 05.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:57 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Entdeckt wurde das Feuer gegen 7.30 Uhr. Lange Schlauchleitungen ziehen sich von der Bundesstraße bis hin zum Ende der Sackgasse. Mehrere Feuerwehrfahrzeuge stehen entlang des Mühlenkamps. Offene Flammen schlagen nicht nach draußen, doch steigen jede Menge Rauch- und Qualmwolken auf. Feuerwehrleute stehen auf Steckleitern, spritzen Wasser mit Sprühstrahl in die geöffneten Bunkerklappen. Wasser mit Druck können die Einsatzkräfte nicht einpumpen – Staub könnte aufwirbeln. Dann bestünde Explosionsgefahr. Ein Staubgemisch könnte explodieren, erklären die Brandschützer.

Ausschließlich von außen kann die Feuerwehr gegen den Schwelbrand nicht vorgehen. Die Einsatzkräfte entschließen sich, das gemauerte Behältnis zu leeren und die Holzreste im Freien abzulöschen. Von einem Tiefbauunternehmen in der Nachbarschaft rollen ein Minibagger und ein Radlader an. Einige der Feuerwehrwehrmänner arbeiten beim Coppenbrügger Bauhof – sie wissen, wie das schwere Gerät zu bedienen ist. Günter Hein, Alexander Saffer sowie ein Mitarbeiter des Tiefbauunternehmens holen mit dem kleinen Bagger die Späne heraus, die auf einer feuchten Wiese abgelöscht werden.

Unterdessen heulen in den Nachbarorten die Sirenen. Feuerwehrleute in Marienau, Dörpe, Herkensen, Bäntorf und Bisperode werden nachalarmiert. Die Verstärkung wird angefordert, da weitere Atemschutzgeräteträger benötigt werden. Spätestens nach 30 Minuten werden die Einsatzkräfte abgelöst, dann sind die Pressluftflaschen aufgebraucht. Es vergehen Stunden, bis der Bunker leer ist. Erst kurz vor 14 Uhr verlassen die letzten Feuerwehrleute den Brandort.

Mehrere Ortswehren der Gemeinde sind am Mühlenkamp im Einsatz.

Günter Weibke hofft, bald wieder voll produzieren zu können. In seinem Betrieb produzieren neun Mitarbeiter vorrangig Turn- und Sportgeräte wie Sprungkästen, Sprossenwände und Leitern. Am Nachmittag wird die Feuerwehr ein zweites Mal alarmiert. „Wir haben Nachlöscharbeiten an einem Abluftfilter durchgeführt“, so Einsatzleiter Andreas Korth.



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