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Großes Fest zum 120-jährigen Bestehen / Veränderungen prophezeit

Feiern und singen, solange der Männerchor noch besteht

Bessingen (gök). „Was wünscht man einem 120-jährigen Jubilar?“ fragte Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka beim Kommers des Männergesangvereins Bessingen, der in der prachtvoll geschmückten Scheune der Familie Schnüll sein langjähriges Bestehen feierte. Der Wunsch nach „begeisterten und motivierten Sängern“ zumindest ist ein sinnvoller, denn der Vorsitzende des Vereins, Hartmut Greve, ist sich bewusst, dass der MGV Bessingen, wie viele andere Chöre, überaltert ist.

veröffentlicht am 25.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:21 Uhr

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Dass es an Begeisterung und Motivation in Bessingen nicht fehlt, zeigten die Sänger bei ihrem Fest mit großem Engagement. Weil man nicht weiß, ob der Chor in fünf Jahren beim 125-jährigen Jubiläum überhaupt noch singfähig ist, wollte der Chor das Fest groß feiern. Derzeit gibt es 19 aktive Sänger, und mit einem sehr guten Schnitt von 16 bis 17 Sängern bei den Übungsabenden kann sich der Verein auch nicht beschweren. Allein es fehlt an Nachwuchs, und der ist in dem 350-Seelen-Ort Bessingen nicht in Sicht.

„Die Form der Männergesangvereine lässt sich wohl irgendwann nicht mehr halten, und man muss über Zusammenschlüsse nachdenken“, so Greve. Die Singkreise der Frauen hätten sich zum Teil schon aufgelöst, auch wenn man noch nicht von einem Trend sprechen könne. „Meine Frau singt mittlerweile in Bisperode“, sagt Greve und fügt an: „Die Männergesangvereine prägten zu früheren Zeiten, in denen es noch kein Fernsehen oder Internet gab, das gesellschaftliche Leben in den Orten.“ Andererseits gäbe es aber auch Chöre mit Zulauf. „Gospelchöre, Jazz- und Popchöre sind im Kommen“, meint Cornelia Valentin vom Chorbezirk Hameln-Pyrmont. „Jeder Chor, der sich nicht verändert, wird es in Zukunft schwer haben“, prophezeit Valentin.

Wie beliebt der MGV Bessingen ist, zeigte sich beim Festakt. Beim Kommers wollte die Zahl der Gratulanten kaum enden, und auch die Festscheune war mit mehr als 200 Besuchern restlos gefüllt. Befreundete Chöre aus Kirchohsen, Diedersen, Brünnighausen, Bisperode und Bessingen zollten den Bessingern für ihr großes Engagement Respekt. Mit Kaffeetafel, abends „Tanz up de deel“ bei Livemusik und morgendlichem Katerfrühstück war es hoffentlich nicht das letzte Fest des MGV Bessingen.

Unter der Leitung von Georg Brandt zeigte der MGV Bessingen sein Können.

Foto:gök



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