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Nach Schülerprotest und Petition ist es nun amtlich: Aufenthaltsgenehmigung erteilt

Familie Kraja bleibt hier

Salzhemmendorf. Das letzte Jahr war für die Familie Kraja ein turbulentes. Denn lange Zeit war nicht sicher, ob die Familie in Deutschland bleiben kann (wir berichteten). Vater Ghassan, Mutter Nsrin, die Söhne Malek, Abdul und Mohamend und die Tochter Marya waren aus Syrien geflohen und unter anderem über Slowenien nach Deutschland gekommen. Durch das sogenannte Dublin-III-Verfahren drohte ihnen die Abschiebung nach Slowenien, da dies das erste europäische Land war, in dem sie angekommen waren.

veröffentlicht am 28.12.2015 um 13:25 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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In Salzhemmendorf war vor allem durch den Einsatz von KGS-Mitschülern der Kraja Söhne ein starker Widerstand gegen die Abschiebung entstanden. Dimitri Schulte-van Eeuwen, ein Freund der Söhne, startete unter anderem eine Online-Petition. Diese ist mittlerweile zwar abgelaufen, es hat sich aber ohnehin ergeben, dass die gesamte Familie Kraja vorerst in Deutschland und damit in Salzhemmendorf bleiben kann. „Wie uns die Familie bestätigte, haben sie einen vorübergehenden Pass für die nächsten sechs Monate bekommen. Damit droht keine Abschiebung mehr und die Krajas können hoffentlich für immer bei uns bleiben“, erklärt Schulte-van Eeuwen vor einiger Zeit auf der Facebook-Seite der Aktion „Save Kraja“. Und: „Die Kampagne war damit erfolgreich. Vielen Dank an alle die in den letzten Monaten mit uns gekämpft haben und sich für Familie Kraja starkgemacht haben.“

Mittlerweile zeigt sich, dass der Aufenthalt der Familie länger als nur die nächsten sechs Monate gesichert ist. Der Landkreis Hameln-Pyrmont erklärt auf Nachfrage der Dewezet: „Bei Familie Kraja wurde die Flüchtlingseigenschaft vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zuerkannt. In der Folge bekommen sie zunächst eine auf drei Jahre befristete Aufenthaltserlaubnis und im Normalfall anschließend dann eine Niederlassungserlaubnis.“ Im Vorfeld hatten sich unter anderem Landrat Tjrak Bartels und auch Salzhemmendorfs Bürgermeister Clemens Pommerening für das Bleiberecht der Familie starkgemacht.

Die Online-Petition von „Save Kraja“ wurde insgesamt von 1236 Menschen aus ganz Deutschland unterschrieben. Allein 777 kamen aus Hameln-Pyrmont. Darunter 413 aus Salzhemmendorf und 207 aus Coppenbrügge. Auch in Berlin, Erfurt, Köln und Magdeburg fand die Online-Petition Unterstützer.

Für die Aktion „Save Kraja“ – die unter anderem einen Protestmarsch durch Hameln organisierte – erhielt Dimitri Schulte-van Eeuwen gemeinsam mit seinen Mitstreitern der Aktion im Sommer den mit 1000 Euro dotierten kommunalpolitischen Jugendpreis.

Auch wenn die Zukunft der Familie Kraja in Salzhemmendorf vorerst gesichert ist: Mit seinem Engagement will Schulte-van Eeuwen nicht aufhören. „Es geht aber natürlich weiter. Wir werden uns weiter für Flüchtlinge in Salzhemmendorf und an der KGS einsetzten“, kündigt er auf der Facebook-Seite der Aktion an.



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