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Gemeindehaus wird zum Familienzentrum umgebaut / Landeskirche finanziert Personalkosten

„evfa“ bietet allen Generationen ein Dach

Coppenbrügge (ist). Die biblische Eva sorgte mit einem Biss in den Apfel zur Vertreibung aus dem Paradies; „evfa“ (Evangelisches Familienzentrum) mit zusätzlichem „f“ für „Familienzentrum“ lädt im Namen von Kommune und Kirchengemeinde ab September alle Generationen ausdrücklich aller Fleckenteile und aller Glaubensrichtungen zum Treffpunkt unter einem Dach in die Räume des Gemeindehauses hinter der Kirche an der Niederstraße ein. Nach zwei Jahren intensiver Entwicklungs- und Konzeptionsplanung einer ehrenamtlichen Arbeitsgruppe aus dem gesamten Spektrum der Bürgerschaft und in traditionell guter Zusammenarbeit von Kommune und Kirche sei das Familienzentrum seit vier Wochen mit Umbaumaßnahmen im Gemeindehaus auf der Zielgeraden, erläutern Gemeindebürgermeister Hans Ulrich Peschka, Pastor Thomas Koch für die St.-Nikolai- Kirchengemeinde Coppenbrügge als Projektträger sowie Diakonin, Kommunikationswirtin und zukünftige Leiterin Sabine Freitag im Bohrstaubnebel zwischen Handwerkskästen und Stemmeisen: Sanitäranlagen werden umgerüstet und auflagengerecht, zum Beispiel mit Behindertentoiletten, ausgestattet. Die Küche wird erneuert, zum Flur hin mit einer Durchreiche geöffnet, Türen mit Sichtfenstern sorgen für Lichtdurchflutung. Eine „gute Stube“ bietet die Möglichkeit nicht nur zum Klönschnack in der Sofaecke und beim Kaffeekränzchen neben Konfirmandenunterrichts- und Veranstaltungsraum für Vereine und musikalische Gemeindearbeit. „Unter den vier großen Bs: Begleiten, Betreuen, Beraten und Bilden werden sich hier Gruppen selbstorganisiert treffen, Senioren und Jugendliche sich für- und miteinander engagieren können, Familien und Kinder gestärkt und unterstützt werden“, sagt Sabine Freitag. Die Barsinghäuserin ist bereits seit dem 1. Juli mit einer halben Stelle hauptamtlich als Leiterin des „evfa“ tätig, organisiert derzeit die Planungen, wird ab September Veranstaltungen organisieren und die Öffentlichkeitsarbeit betreuen. Unter das Dach des Familienzentrums „evfa“ im Gemeindehaus wird auch das Familienservicebüro unter der bewährten Leitung von Iris Töpelmann umziehen. Dessen Finanzierung sei mit fortschreitendem Rückzug des Landes wackeliger geworden, erinnert Peschka. „Mit evfa haben wir nun eine ideale und stabile Kompaktkombination – noch dazu für alle Altersgruppen. Die Kommune hat, was nicht jede andere von sich sagen kann, die Kirchengemeinde als außerordentlich verlässlichen und guten Partner seit vielen, vielen Jahrzehnten an ihrer Seite, nicht nur im Kindergartenbereich. Wir haben dieses schöne Haus direkt im Ortszentrum zwischen Seniorenwohnanlagen und Kindergärten, wo schon seit 1975 lebendiges Miteinander von Jung und Alt mit Unterstützung der Diakonie gepflegt wird. Wir haben unsere engagierte Ehrenamtlichkeit, zu der sich, wie auch bei diesem Projekt, die zunehmend wichtige Seniorenarbeit gesellt. Das Familienzentrum ist keinerlei Notlösung, sondern von vorn bis hinten konsequente Weiterentwicklung für den Bürger im Flecken.“

veröffentlicht am 10.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:41 Uhr

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Hilfe wie diese für den Nächsten zu leisten sei Auftrag der Diakonie und punktgenau das Herz der Kirche, ergänzt Pastor Koch. „In Zeiten des demografischen Wandels Menschen insbesondere auf dem Lande an ihren Ort zu binden – genau da treffen sich kommunales und kirchliches Interesse.“ Er denkt auch an die Vielzahl von Aktivitäten im Ort, wie beispielsweise die Hausaufgabenhilfe, die nur wenigen Bürgern bekannt seien. „Das Miteinander im Familienzentrum wird die Möglichkeit bieten, sie zu vernetzen, zu kommunizieren, dabei neue Ideen zu entwickeln und Mut für weitere zu machen.“ Gutes Miteinander von Kommune und Kirche heißt auch Teilung der Finanzen: Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen belaufen sich auf 51 400 Euro. Zwei Drittel sind aus dem Städtebauförderungsprogramm des Landes bewilligt, ein Drittel übernimmt die Kommune. Die Personalkosten des Projektes finanziert das Diakonische Werk der Landeskirche mit 54 000 Euro für drei Jahre. Wie es danach finanziell mit evfa weitergehen wird – das ist noch offen.

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