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Wie Salzhemmendorf von Zuschüssen der Leader-Region Östliches Weserbergland profitiert

Europa-Gelder machen’s möglich

SALZHEMMENDORF. Seit 2007 profitiert der Flecken Salzhemmendorf als Teil der Leader-Region Östliches Weserbergland von Fördermaßnahmen der Europäischen Union. Mit den EU-Geldern werden Projekte finanziert, die die regionale Wirtschaftsentwicklung im Tourismus unterstützen und die Dörfer stärken. Ein Überblick über bisher Ereichtes:

veröffentlicht am 22.01.2018 um 16:48 Uhr
aktualisiert am 22.01.2018 um 19:16 Uhr

Ein touristisches Vorzeigeprojekt ist der Ith-Hils-Weg, der in zwei Abschnitten mit insgesamt rund 70 000 Euro von der EU gefördert wurde. Foto: gok
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Marina Fuchs Reporter
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In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Projekte im Flecken umgesetzt. Dabei wurden insgesamt rund 1,4 Millionen Euro investiert. Mehr als eine Million Euro wurden gefördert, wobei die EU über 500 000 Euro trug. Bürgermeister Clemens Pommerening betont, dass ohne das Geld aus Europa mit niedersächischer Kofinanzierungen im strukturschwachen Flecken manche Maßnahme nicht hätte angegangen werden können. Ein Überblick:

  • Ein touristisches Vorzeigeprojekt ist der Ith-Hils-Weg, der in zwei Abschnitten mit insgesamt rund 70 000 Euro von der EU gefördert wurde.
  • In zwei Abschnitten wurde in in der Förderperiode 2007 bis 2013 der historische Bergmannsweg ausgebaut und mit Hinweisschildern und Infotafeln ausgestattet. Von den rund 32 000 Euro Gesamtkosten übernahm die EU über 13 000 Euro.
  • Subventioniert wurde mit Leader-Mitteln auch der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses Osterwald.Es bekam ein neues Dach, die Geschossdecke im Gemeinschaftsraum wurde saniert, Holzstützen wurden ausgetauscht, neue Fenster für die Turnhalle eingebaut. Gesamtkosten: 45 000 Euro, davon Leader-Förderung 19 000 Euro. Neue Heizung: 28 000 Euro, davon 17 000 Euro aus der EU-Kasse.
  • Am Wasserbaum Ockensenwurden die Teiche für 6000 Euro saniert. Leader gab 2500 Euro dazu.
  • Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten waren 2013 am Lönsturmerforderlich. Das Gesamtprojekt verschlang 125 912 Euro, wobei aus dem EU-Topf 37 773 Euro flossen.
  • Im Bereich der Mehrzweckhalle Lauensteinwurde der Umkleideraum des MTV mit 32 500 Euro saniert. Leaderzuschuss 13 500 Euro.
  • Auch das Haus an der Stadtmauer in Wallensen wurde in der Förderperiode 2007 bis 2013 mit Leader-Mitteln umgebaut und saniert. Hierbei fielen Gesamtkosten in Höhe von 96 450 Euro an, davon übernahm Leader 22 335 Euro.
  • Bei der Sanierung und Erweiterung des Parkplatzes der Mosterei Ockensen übernahm Leader 10 000 Euro der 40 000 Euro Gesamtkosten.
  • Die Sitze in der Osterwaldbühne wurden mit Mitteln der Europäischen Union erneuert. Die Freilichtbühne hat 642 Sitzplätze, von denen 255 in einer ersten selbstfinanzierten Maßnahme erneuert wurden. Die übrigen Plätze bestanden aus Sitzbänken mit Betonwangen und Holzlatten. Um mehr Komfort bieten zu können, wurden diese Plätze ebenfalls erneuert. Die Kosten beliefen sich auf 62 000 Euro, davon beträgt die Leader-Förderung 34 100 Euro.
  • Profitiert hat der Flecken Salzhemmendorf auch von derinterkommunale Zusammenarbeit Tourismus, Im dritten Baustein der gemeinsamen Maßnahme von Lauenstein, Coppenbrügge und Bad Münder beteiligte sich die EU mit 10 000 Euro an den Gesamtkosten von 23 800 Euro. Jeweils 4600 Euro mussten die Kommunen tragen. Auch die ersten beiden Bausteine waren Leader-Maßnahmen.
  • Mit einem Faltblatt für die Ortsteile des Fleckens wird zur historischen Zeitreise mit einem Spaziergang durch die Dörfer eingeladen. Die Produktion dieses Druckwerks kostete über 14 000 Euro, Leader steuerte knapp 6000 Euro bei, sodass Landkreis und Gemeinde nur noch ein knappes Drittel aufbringen mussten.

Mit Leader-Geldern soll künftig im Flecken Salzhemmendorf in der kommenden Förderperiode noch einiges bewegt werden. Der Flecken hat einige Projekte in der Warteschleife. Schon jetzt steht fest, dass die Liste in den nächsten Jahren fortgesetzt wird. Die lokale Aktionsgruppe der Leader-Region, die Förderanträge entgegennimmt, trifft sich das nächste Mal im März. Für die Maßnahmen ist eine Förderung in Höhe von 55 Prozent aus Leader-Mitteln und eine weitere Förderung zur Aufstockung auf bis zu 95 Prozent der Ausgaben im Rahmen der EU-Kofinanzierung für Bedarfskommunen aus Landesmitteln möglich. Auf der Agenda stehen:

  • Der Radweg in Thüste als Teilabschnitt des Rad- und Fußweges Duingen–Salzhemmendorf soll zum „Salzsieder-, Bergbau- und Töpferweg“ erweitert werden. Als Projektkosten sind 50 000 Euro angesetzt, als Leader-Förderung werden 27 500 Euro erwartet. Perspektivisch soll auf der ehemaligen Bahnstrecke zwischen dem Bahnhof Levedagsen bis zur Gemeindegrenze zwischen Thüste und Weenzen ein Rad- und Wanderweg gebaut werden. Der erste Teil dieser Strecke wurde 2014 gemeinsam mit der Samtgemeinde Duingen umgebaut. Nun soll der zweite Abschnitt in Thüste von der Straße auf dem Anger bis zur Langen Straße zum Rad- und Wanderweg umgestaltet werden.
  • Zuschüsse aus dem Leader-Topf für dieMöblierung und Beschilderung von Wanderparkplätzen sollen ebenfalls in der kommenden Sitzung der lokale Aktionsgruppe der Leader-Region beantragt werden.
  • Eine der größten Leader-Förderungen bei einem Einzelprojekt fiel bislang auf den Hüttenstollen in Osterwald an. Mit Leader-Geldern wurde 2009 bis 2012 das Museumsgebäude des Hüttenstollens umfangreich saniert und erweitert. Hier machte alleine der EU-Anteil über 97 000 Euro aus. Nun sollen sollen nochWerkstatt- und Magazingebäude am Hüttenstollen neu errichtet werden. Zum Ersatz der maroden Nebengebäude sind Projektkosten von 76 000 Euro angesetzt worden. Als Leader-Förderung hofft man auf 41 800 Euro.
  • Lagerräume sollen an der Glück-Auf-Sporthalle Thüste mit Leader-Mitteln errichtet werden. Sind die Lagercontainer selbst mit 26 700 Euro zu veranschlagen, würde deren Komplett-Installation hinter der Sporthalle ungefähr 49 000 Euro kosten. Man hofft, hierfür eine 95-Prozent-Förderung über das Leader-Programm und zusätzliche Landesförderung zu bekommen.
  • Mit Leader-Zuschuss will der Flecken Salzhemmendorf auch das Dorfgemeinschaftshaus in Levedagsen sanieren. Die Gesamtkosten für diese Maßnahmen schätzt die Verwaltung auf rund 70 000 Euro. Auf 38 500 Euro beläuft sich dabei die Förderung durch EU-Mittel; mit weiteren etwa 25 000 Euro rechnet die Gemeinde vonseiten des Landes Niedersachsen. Man hofft, dass die Bauarbeiten bis zum 30. Juni abgeschlossen werden können.
  • Die Sanierung desIthturmes in Lauenstein soll ebenfalls als Leader-Projekt finanziert werden. An dem aus dem Jahre 1912 stammenden Bauwerk auf dem Lauensteiner Kopf sollen die Fassade gereinigt und die Außenfassade neu verfugt werden. Auch der Putz im Turminneren soll erneuert werden. Die Sanierungskosten werden sich auf rund 120 000 Euro belaufen. Auch für diese Maßnahme ist eine Förderung in Höhe von 55 Prozent aus Leader-Mitteln und eine weitere Förderung zur Aufstockung auf bis zu 95 Prozent der Ausgaben im Rahmen der EU-Kofinanzierung für Bedarfskommunen vorgesehen.
  • Nach dem Ausbau der Calenberger Allee als Landesstraße sind dort verschiedene Grünanlagen entstanden. Für Fußgänger sollen hier besonders die Grünanlagen am Feuerwehrhaus und am Aldi-Markt durch Sitzbereiche aufgewertet werden. Hier rechnet die Gemeinde mit Gesamtkosten von 22 908 Euro und stellte den Antrag auf Förderung aus EU-Mitteln in Höhe von 12 600 Euro. Dem Antrag wurde bereits einstimmig stattgegeben. Das Projekt soll bis Juli abgeschlossen sein.
Am Wasserbaum wurden für 6000 Euro Sanierungsarbeiten durchgeführt.(unten) Foto: sto
  • Am Wasserbaum wurden für 6000 Euro Sanierungsarbeiten durchgeführt.(unten) Foto: sto
Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten waren 2013 am Lönsturm erforderlich. Auch hierfür flossen Leader-Gelder. Foto: Archiv
  • Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten waren 2013 am Lönsturm erforderlich. Auch hierfür flossen Leader-Gelder. Foto: Archiv
Die Sitze der Osterwaldbühne wurden mit EU-Zuschuss-Geldern erneuert .Foto: sto
  • Die Sitze der Osterwaldbühne wurden mit EU-Zuschuss-Geldern erneuert .Foto: sto

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