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Nach dem Insolvenzantrag geht die Arbeit bei Templin weiter / Dr. Enders: Kunden halten Firma die Treue

„Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter an Bord bleiben“

Coppenbrügge (hen). Bei Templin wird weitergearbeitet. Wie berichtet, hatte die Siegfried Templin Fabrik für Kraftfahrzeugersatzteile GmbH & Co. KG im März beim Amtsgericht Hameln Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt – nach 66 Jahren am Standort Coppenbrügge. Auf Nachfrage teilt Geschäftsführer Dr. Rolf Enders mit, dass die Mitarbeiter im März, April und Mai Insolvenzausfallgeld erhalten; „bis zum 1. Juni soll dann geklärt sein, wie es weitergeht“. Das Unternehmen war seit 2007 zunehmend in Schwierigkeiten geraten. Auch die Weltwirtschaftskrise 2008/ 2009 habe ihr Übriges dazugetan. Wichtig für ein Fortbestehen des Betriebes, der 1946 in Coppenbrügge von Siegfried Templin gegründet worden war, sei, „dass die Mitarbeiter an Bord bleiben“. Die Kunden würden Templin auch weiterhin die Treue halten, so Enders. „Wir kämpfen alle“, meint er mit Blick auf das Bemühen, das Unternehmen wieder fit zu machen. Nähere Details, auch bezüglich Veränderungen in der Mitarbeiterstruktur, wollte Enders nicht machen.

veröffentlicht am 21.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:21 Uhr

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Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka hat unterdessen in einem Brief dem Geschäftsführer und den Mitarbeitern seine „persönliche Anteilnahme, wie die von Rat, Ortsrat und Verwaltung“ bekundet und Unterstützung zugesichert. „Mit großer Betroffenheit“ habe er die Nachricht aufgenommen. Die Firma Templin ist neben dem Krankenhaus Lindenbrunn und der Firma Wini Büromöbel mit insgesamt 80 Arbeitsplätzen der drittgrößte Arbeitgeber im Flecken. Peschka: „So hat sich auch die Firma Templin in der Vergangenheit immer wieder auch trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten für den Standort Coppenbrügge ausgesprochen und somit zur sozialen Verantwortung beigetragen.“ Die Gemeinde und die vielen Familien, deren Existenz mit dem Unternehmen verknüpft sei, „sind stolz auf den Erfindergeist und die damit einhergehende Kreativität der letzten Jahrzehnte. Genauso wie viele andere Mittelständler in unserer Region war auch der Betrieb Templin ebenso in der Vergangenheit und in der Gegenwart neben dem legitimen Ziel der Gewinnerwirtschaftung auch stets für die Belange der Allgemeinheit aufgeschlossen“. Besonders hebt Peschka das Engagement von Templin im Bereich eines Modellprojektes hervor, bei dem jugendliche Arbeitslose wieder einen Job bekommen haben.



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