weather-image
Naturschützer geben die Hoffnung auf Schaffung eines Biotops am Dorfgemeinschaftshaus nicht auf

„Es ist noch viel Leben in der Wiese“

OSTERWALD. Warum wird die Rasenfläche am Dorfgemeinschaftshaus nicht gemäht? Manche Bürger, die regelmäßig eine Veranstaltung im DGH besuchen und an der Hangwiese vorbeikommen, ärgern sich über die ihrer Meinung nach ungepflegte und wie abgestorben aussehende Fläche. „Diese Leute sollten genauer hinschauen, denn es ist immer noch viel Leben in der Wiese“, appelliert Thomas Maschke, Vorsitzender der Biotop-Management-Initiative.

veröffentlicht am 27.08.2018 um 17:10 Uhr

Thomas Maschke will sich weiter dafür einsetzen, dass die Hangfläche am DGH zu einem Biotop wird. Foto: sto
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Dass alles so vertrocknet aussehe, sei der lang anhaltenden Hitze geschuldet. Bei optimalen Wetterbedingungen wäre die 600 Quadratmeter große Fläche längst zu einem sehenswerten Biotop umgestaltet worden – vorausgesetzt, die Kosten für das Projekt wären gesichert gewesen. So jedenfalls war der Plan, als im Herbst vergangenen Jahres mit dem Biotop-Projekt gestartet worden war (wir berichteten). Zur Erinnerung: Im Rahmen der niedersächsischen Naturschutzwoche war von Osterwalder Naturschützern die Fläche am DGH ausgesucht worden, und zwar wegen der unmittelbaren Nähe zum Kindergarten „Glück Auf“. Gemeinsam mit dem Förderverein des Kindergartens „Zukunftswerk“, mit den Kindern, den Erzieherinnen und den Eltern sollte der „Vielschnittrasen“ umgestaltet werden in eine Wiese, die nur maximal zweimal im Jahr geschnitten werden muss, damit Wildpflanzen auf ihr wachsen und blühen können und dadurch Schmetterlinge und andere Insekten angelockt werden und einen Lebensraum finden. Darüber hinaus sollten standortfremde Gehölze gegen heimische Gehölze und gegen Nährgehölze für Tiere ausgetauscht werden. Aus Steinen und Holz sollte außerdem ein Sonderbiotop für verschiedene Tier- und Pflanzenarten angelegt werden. Bei sämtlichen Maßnahmen und dann auch später bei der Pflege sollten die Kindergarten-Kinder mitwirken und auf diese Weise die Natur quasi vor der eigenen Haustür erleben.

Die damals kalkulierten Gesamtkosten beliefen sich auf etwa 12 000 Euro. „Wir hatten auf Unterstützung durch die Bingo-Umweltstiftung gehofft, doch leider wurde unser Antrag nicht berücksichtigt“, bedauerte Maschke in der jüngsten Sitzung des Ortsrats Osterwald. Er will nun erneut einen Antrag stellen. Außerdem sucht er einen gemeinnützigen Trägerverein für das Projekt. Das könnte etwa der Förderverein des Kindergartens oder der örtliche Verein für Dorfentwicklung und Fremdenverkehr sein. Auch um Spenden will sich der Naturschützer bemühen. Ebenso möchte er die Osterwalder Rudolf-Hartung-Stiftung um einen Zuschuss bitten.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt