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Zugang zum Mühlenbach hergestellt

Es gibt sie wieder – die Waschtreppe

Hemmendorf (gök). Vermutlich in den 60er oder 70er Jahren war die Waschtreppe aus dem 19. Jahrhundert zum Ärger der Hemmendorfer nach einem Manöverschaden weggerissen worden. Als für das Leader-Projekt „Zeitreise“ ein Flyer mit historischen Punkten erstellt wurde, war es der Ortschronist Albert Heise, der die Treppe den Hemmendorfern wieder ins Gedächtnis rief. An der Stelle neben der Brücke wurden früher neben Wäsche auch Rüben oder Kartoffeln gewaschen und neueste Nachrichten ausgetauscht. Die Treppe war aus dem Dorfleben kaum wegzudenken.

veröffentlicht am 26.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 00:21 Uhr

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Und jetzt haben die Hemmendorfer diesen Platz wieder. „Ohne die Firma Wessel aus Marienau hätten wir das wohl nicht geschafft“, betonte Andreas Krause. Die Baufirma stellte den Bagger zur Verfügung. Nur so „waren die Arbeiten am Ufer überhaupt möglich. So wurde das Ufer am Mühlenbach zunächst angeglichen, sonst hätten wir dort kaum stehen können“, hebt Ortsbürgermeister Friedrich Lücke hervor. Weitere Unterstützung gab es vom THW und der Feuerwehr. So wurde am Mühlenbach gegraben, aufgeschüttet, ausgerichtet und schließlich auch Rasen wieder angesät.

Einige Steine der Brücke landeten bei der Zerstörung im Mühlenbach. Für den Wiederaufbau der Treppe wurden sie geborgen, weitere zusätzliche von Bürgern aus dem Ort gespendet. Neben Wessel und der Firma Rheinkalk unterstützten die Wiederherstellung der Treppe vor allem Jochen Peist, Hannes Lochner, Andreas Krause, Otto Hesse, Klaus Gottschalk, Jürgen Pfleger, Hans-Hermann Scheele, Friedrich Lücke und Andrew Vukovic. Wäsche oder Kartoffelsäcke werden künftig wohl aber eher nicht mehr am Mühlenbach gewaschen. Lücke ärgert es dennoch sehr, dass derartige historische Stätten zerstört wurden: „Die Generation vor uns hat nicht so viel Wert auf solche Stätten gelegt und viele zerstört. Wir hoffen, dass wir einige erhalten oder auch neu aufbauen können, wie jetzt geschehen.“ Eines der nächsten Projekte von Lücke und seinem Team könnte der Eiskeller sein. Das Alter des Raumes am Ratskeller ist nicht bekannt. Vermutlich entstand er, als Hemmendorf das Braurecht erhielt. Um das Bier möglichst lange zu lagern, wurde im Winter das Eis auf der Saale gebrochen und damit das Bier über den Sommer gekühlt. Bis in die 50er Jahre gehörte er zum Ratskeller und wurde dann von der Straßenbauverwaltung als Abstellraum genutzt. Mittlerweile steht er aber leer.

Haben kräftig mitgeholfen:

Jochen Peist, Johann Lochner, Hans-Hermann Scheele, Otto Hesse, Friedrich Lücke und Andreas Krause (v. li.).

Foto: gök



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