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Definitiv kein Motorflugplatz in Bisperode / Irrtümliche Formulierung wird aus Genehmigungsantrag gestrichen

Es bleibt wie’s ist – nur dem Übeltäter geht’s an Kragen

Bisperode (sto). „Wir haben keinen Motorflugplatz, und wir wollen keinen Motorflugplatz“, versichert der Vorsitzende des Luftsportvereins Hameln, Dr. Peter Gehrig.

veröffentlicht am 03.05.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 09:21 Uhr

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Ein vorgegebener Satz in einem behördlichen Antrag hatte zuletzt für Verwirrung im Ort und zu Protesten einiger Bürger geführt. Dem „Übeltäter“ geht es nun an den Kragen. „Die Behörde will den Satz ersatzlos streichen“, erklärte Gehrig in der Sitzung des Ortsrats Bisperode. Einmal mehr betonte der Vorsitzende des Luftsportvereins Hameln, dass sich auf dem Segelflugplatz „Bisperode West“ nichts ändern werde. In regelmäßigen Abständen wird der Segelflugplatz von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr überprüft. Die Ausnahmegenehmigung für den Flugbetrieb der beiden vorhandenen Motorsegler sowie der beiden Ultraleichtflugzeuge muss der Verein für den für Segelflugzeuge zugelassenen Platz immer neu beantragen. Um den immer wiederkehrenden Verwaltungsaufwand zu verringern, hat die Behörde die Auflage erteilt, diese befristete Erlaubnis in eine Dauergenehmigung umzuwandeln. „Der Text für diesen Antrag war vorgegeben“, berichtete Gehrig bei der Ortsratssitzung. Die beabsichtigte Änderung der Platzgenehmigung habe für Verwirrung in der Bevölkerung gesorgt, weil manche Anwohner dachten, der Segelflugplatz soll erweitert zu einem Motorflugzeugplatz werden. „Dem ist nicht so. Wir wollen keinen Motorflugplatz“, betonte der Vorsitzende. 90 Prozent der Starts und Ladungen erfolgen mit Segelflugzeugen. Der Flecken Coppenbrügge, der von der Landesbehörde um Stellungnahme gebeten wurde, sieht keine Bedenken, die Platzgenehmigung zu ändern. Vorausgesetzt, es kommt dadurch nicht zu einer Ausweitung des derzeitigen Flugbetriebes. Ausdrücklich weist die Verwaltung darauf hin, dass auch Luftfahrzeugschleppstarts durch Flugzeuge bis 2000 Kilogramm höchstzulässiger Flugmasse und damit im ursächlichen Zusammenhang stehende Flüge nicht zugelassen werden sollen. „Der Status quo muss gewahrt bleiben“, betont Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka. Die Mitglieder des Ortsrats Bisperode stimmten der Stellungnahme der Verwaltung zu, bestanden jedoch darauf, dass in der Genehmigung auf den derzeit vorhandenen Flugzeugbestand hingewiesen werden soll. Eine Entscheidung, mit der sich auch die anwesenden Bürger zufriedengaben.

Blauer Himmel über dem Flugplatz Bisperode West.

Foto: sto

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