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Geld für den Schulgarten muss her: Kinder verkaufen Selbstgemachtes

Ernten, was man säet

Oldendorf. Zurzeit entstehen im Werkraum und an der Nähmaschine im Betreuungsraum der Grundschule im Saaletal in Oldendorf Nistkästen, Teelichter, Handytaschen, Stoffeulen und Boote. Doch dabei handelt es sich nicht wie vermutet um normalen Werkunterricht. Denn das wird alles von der Schulgarten-AG der Grundschule fabriziert.

veröffentlicht am 11.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 17:41 Uhr

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Am Mittwoch, 13. März, um 10 Uhr wollen die mittlerweile knapp 30 Kinder der Schulgarten-AG ihre selbst gemachten Produkte vor dem NP-Markt in Oldendorf verkaufen. Der Verkauf soll wieder in Saatgut für den Garten investiert werden. Schon jetzt brennen die Kinder darauf, dass die Arbeit im Garten draußen wieder losgeht. Als 2011 der Schulgarten startete, war es noch nicht absehbar, dass einmal so viele bei dem Projekt mithelfen. Mittlerweile kann „die gute Seele des Projektes“ Erika Rasch auf zwölf feste Helfer zurückgreifen, die sie regelmäßig bei der Betreuung unterstützen. Dabei reicht die Altersspanne von jungen Eltern bis zu älteren Senioren, die Spaß an der Generationen übergreifenden Arbeit haben. Erst auf Idee von Rasch kam das Projekt im Rahmen der Nachmittagsbetreuung zustande. Die damalige Lehrerin der 3. Klasse Anne Arps brachte sich entsprechend mit ihrer gesamten Klasse ein, so dass das Projekt immer weiter wuchs.

„Teilweise war es noch etwas unkoordiniert. So war die erste Kartoffelpflanzaktion mit 30 Helfern doch sehr schwierig, da man gar keine gerade Reihen hinbekommen hat. Dieses Jahr werden wir das aber besser machen“, blickt Rasch schmunzelnd zurück. Für viele Kinder war es dabei etwas ganz Besonderes, im Garten etwas mit eigener Hände Arbeit heranzuziehen. Die Kinder waren dabei teilweise sehr ungeduldig. Nach dem Säen wollten einige Kinder die erwarteten Früchte sofort wieder ausgraben. „Gemeinsam haben wir dann das Wachstum über mehrere Monate beobachtet. Aber das Abwarten war für viele Kinder sehr schwierig“, erklärt Rasch. Spätestens aber beim gemeinsamen Pellkartoffelessen war das viele Warten vergessen. Dabei erlebten viele Kinder erstmals, wie toll selbstangebaute Waren schmecken können. „Das ganze Projekt hat bisher unheimlich viel Spaß gemacht. Besonders beeindruckend war dabei das gezeigte Engagement aller Beteiligten“, erklärt Anne Arps. „Das hier ist ein gelebtes Mehrgenerationenprojekt, was unbedingt unterstützt werden sollte!“ Damit sich die Gruppe im Frühjahr nicht wieder neu finden muss, entschied man sich schließlich dazu, im Winter die Bastelarbeiten für die Finanzierung des Projektes durchzuführen. Eine Schülergruppe kocht in der Zeit dann immer und versorgt alle anderen mit Leckereien, damit weiter motiviert der Arbeit nachgegangen wird.

In der jüngsten Oldendorfer Ortsratssitzung konnten sich die Politiker noch nicht zu einer finanziellen Unterstützung durchringen, da nach Begründung von Ortsbürgermeister Eckhard Füllberg (CDU) der Antrag erst spät eingereicht wurde und noch keine Rechnung zum Begleichen vorlag. Allerdings soll mithilfe des Zuschusses und des Verkaufserlöses vom 13. März überhaupt erst neues Saatgut eingekauft werden.

„Die Pflanzen und das Saatgut kosten mittlerweile viel Geld und wir sind auf Zuschüsse und gute Verkaufserträge angewiesen“, hofft Rasch weiterhin auf Unterstützung. „Die Kinder machen die unbezahlbare Erfahrung, dass man mit harter Arbeit auch etwas verdienen kann. Besonders toll ist es aber für die Dorfgemeinschaft, dass Jung und Alt in diesem Projekt zusammenarbeiten und es dabei allen sehr viel Spaß macht. Und wenn dann noch ein leckeres Pellkartoffelessen dabei zustande kommt, freuen sich alle noch mehr!“gök



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