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„Zur Stelle, wo ich gebraucht werde“

Ekkehard Domning will Bürgermeister in Coppenbrügge werden

COPPENBRÜGGE. Im Kulturzentrum Brunotte in Coppenbrügge wurde am Donnerstagabend bei der Kreismitgliederversammlung der Grünen der 56-jährige Hildesheimer Ekkehard Domning ohne Gegenstimmen zum Bürgermeisterkandidaten für Coppenbrügge gewählt. Er ist der erste grüne Bürgermeister-Kandidat im Flecken.

veröffentlicht am 11.01.2019 um 14:50 Uhr
aktualisiert am 11.01.2019 um 20:50 Uhr

Kreisvorsitzende Britta Kellermann gratuliert Ekkehard Domning zur Wahl als grüner Bürgermeister-Kandidat. Foto. joa
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Zuvor hatte Domning über sich berichtet, dass er in seinem Geburtsort Frankfurt Waldorfschüler gewesen sei (und daher seinen Namen auch tanzen könne – das aber jetzt nicht vorführen wolle), dass er über die Schilderung der drohenden Klimakatastrophe in einem Jugendbuch für den Umweltschutz sensibilisiert wurde und dass Naturschutz eigentlich nicht sein Kernthema sei.

22 von 153 stimmberechtigten Grünen aus dem Kreisgebiet hatten den Weg in den Coppenbrügger Mühlenkamp gefunden. Bei einer ungültigen Stimme sprachen sich 21 der Stimmberechtigten dafür aus, mit Ekkehard Domning – seit 1984 mit grünem Parteibuch – am 26. Mai bei der Bürgermeisterwahl als Gegenkandidat gegen den derzeitigen Amtsinhaber Hans-Ulrich Peschka (CDU) anzutreten. Ein grüner Bürgermeister-Kandidat ist in Coppenbrügge ein Novum. Domning ist seit zehn Jahren Mitglied im Hildesheimer Kreistag und seit 2011 Ortsbürgermeister in der Hildesheimer Nordstadt.

Warum will ein Hildesheimer in Coppenbrügge Verwaltungschef werden? Domning beantwortete die selbstgestellte Frage damit, dass er es als Grüner eben als seine Pflicht ansehe, da zur Stelle zu sein, wo er gebraucht werde. Und die Hameln-Pyrmonter sowie die Coppenbrügger Grünen sind überzeugt davon, mit Domning einen souveränen und politisch erfahrenen Kandidaten gefunden zu haben – so neben der Kreisvorsitzenden Britta Kellermann auch die grünen Coppenbrügger Kommunalpolitiker Lidia Ludwig (Ortsrat) und Ludwig Krückeberg (Gemeinderat).

Der Anwärter auf das Amt des Verwaltungschefs im Flecken (der zugab, sich in den kommenden Wochen bis zur Wahl in die Coppenbrügger Materie noch einarbeiten zu müssen) unterstrich, dass er im Wahlkampf den Dialog mit Andersdenkenden suchen wolle. Er werde versuchen, eine neue politische Kultur zu finden: „Eine neue Politik der Verantwortung und des Mit-einanders.“ Der potenzielle neue Coppenbrügger Bürgermeister strebt daher nach eigener Versicherung eine Politik des Ausgleichs an: Dabei hätten die alten politischen Konflikte Rechts gegen Links, Stadt gegen Land oder Wirtschaft gegen Natur eigentlich ihre Zeiten hinter sich. Dennoch werde er seine grünen Grundpositionen aber nicht aufgeben, versprach er seinen Parteifreunden. Doch sehe er die Grünen „als Partei der pluralen Demokratie“.

Ekkehard Domning wurde übrigens von der grünen Kreismitgliederversammlung zum Coppenbrügger Bürgermeisterkandidaten gekürt, weil im Flecken kein eigener Ortsverband existiert. Der Kreisverband wird seinen Wahlvorschlag jetzt bei der Gemeinde einreichen.

In ihrer Mitgliederversammlung setzten die Grünen auch gleich erste Impulse für den Coppenbrügger Bürgermeister-Wahlkampf, den die Lauensteinerin Britta Kellermann koordinieren wird. Geplant sind demnächst Vorstellungsgespräche Domnings bei der Coppenbrügger SPD und UWG. Da die SPD keinen eigenen Kandidaten stellt (wir berichteten), hoffen die Grünen, die derzeit im Gemeinderat mit SPD und UWG in der Opposition sitzen, dass ihr Kandidat von diesen Parteien unterstützt wird. Ekkehard Domning hat bereits angekündigt, dass er im Wahlkampf auch auf die zugehen werde, „die ihr Kreuz sonst nicht bei den Grünen machen würden“. Geplant ist deshalb diesmal auch ein grüner Haustür-Wahlkampf, für den es möglicherweise noch einen Workshop geben soll. Britta Kellermann regte außerdem an, dass man die grüne Wahlparty am 26. Mai – hier findet parallel auch die Europawahl statt – vielleicht in Coppenbrügge stattfinden lassen könnte.



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