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Überaltert – Kulturförderkreis sorgt sich um seine Zukunft

Ein Verein auf der Suche nach dem Jungbrunnen

Salzhemmendorf. Der vor fast 28 Jahren gegründete Kulturförderkreis Salzhemmendorf macht sich Sorgen um seine Existenz. Zwar sei derzeit noch alles im grünen Bereich, doch längerfristig gesehen müsse es Veränderungen geben, um das hochkarätige kulturelle Angebot aufrechterhalten und die damit verbundene Arbeit leisten zu können. „Es nutzt kein Jammern und kein Klagen. Wir müssen versuchen, das Beste aus der Situation zu machen“, betont Vorsitzender Ernst-August Bremer.

veröffentlicht am 18.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:41 Uhr

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Vier Dinge sind es, die dem Verein Probleme bereiten – die mit einem Durchschnittsalter von über 66 Jahren relativ hohe Altersstruktur der 106 Mitglieder, die immer schwieriger werdende Suche nach Sponsoren, ein fehlender Veranstaltungsraum und die nicht bei jeder Veranstaltung zufriedenstellenden Besucherzahlen. Das Neujahrskonzert und der Jazzfrühschoppen seien die einzigen Veranstaltungen, die sich selber tragen, beziehungsweise ein leichtes Plus ausweisen. Bei allen anderen Veranstaltungen sei der Verein auf die Hilfe von Sponsorengeldern angewiesen.

Eine Ursache für die zurückgehenden Besucherzahlen seien sicherlich die vielen kulturellen Angebote anderer Vereine und Institutionen. Ein großes Manko sei außerdem das Nichtvorhandensein eines eigenen Raumes, der Platz für bis zu 150 Besucher bietet. In Ermangelung eines Raumes seien manche Veranstaltungswünsche nicht umsetzbar. Das größte Problem aber sei die Altersstruktur. „Unser Verein muss dringend verjüngt werden“, appellierte Bremer in der von „Ursachenforschung“ geprägten Mitgliederversammlung.

Einige Vorschläge, wie vielleicht auch jüngere Leute gewonnen werden könnten, waren beispielsweise, einen „Runden Tisch“ mit anderen Vereinen ins Leben zu rufen, um gemeinsam die kulturelle Werbetrommel zu rühren. Auch eine Kunstausstellung in der Schule am Kanstein wie vor einigen Jahren könnte wieder organisiert werden – und wie wäre es mit einem Aufruf an junge Künstler, im Raum Salzhemmendorf eine Gemeinschaftsausstellung zu veranstalten? In der Mehrzweckhalle Lauenstein könnten auch selbst gemalte Bilder von Kindern aus allen örtlichen Kindergärten ausgestellt werden, was sicherlich auch junge Leute anlocken würde, hieß es.

„So eine Veranstaltung könnte sich vielleicht auch positiv auf die Mitgliederentwicklung auswirken“, mutmaßte das langjährige Vereinsmitglied Berend Grützmacher.

Gemeindevertreter Karl-Heinz Grießner schlug vor, gemeinsam mit der Gemeinde und den Vereinen einen „Kulturkalender“ zu erstellen. Über die Machbarkeit der Vorschläge will der Vorstand nun nachdenken. sto



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